Mit Schildern Bewusstsein schaffen

„Plastikpaten“, Landkreis München und Würmtal-Kommunen starten Aktion gegen Müll in Grünanlagen

An beliebten Spazierwegen im Grünen – wie hier bei Maria-Eich –, Wanderparkplätzen oder entlang von Radwegen werden die „No-waste“-Schilder im Würmtal aufgehängt.
+
An beliebten Spazierwegen im Grünen – wie hier bei Maria-Eich-Wanderparkplätzen oder entlang von Radwegen werden die „No-waste“-Schilder im Würmtal aufgehängt.

Im Würmtal ist der Müll ein großes Problem. Die Plastikpaten, der Landkreis und die Kommunen haben sich nun zusammengetan: Mit Schildern soll das Problem gelöst werden.

Drei große Müllsäcke, gefüllt in gerade einmal einer halben Stunde: Gut zwei Monate ist es her, dass Dorit Zimmermann und Hildburg Krämer von den „Plastikpaten“ an einem beliebten Mittagspausen-Platz zwischen Neuried und Planegg so viel Müll gefunden haben, dass es ihnen Kopfzerbrechen bereitete. „Wir dachten, man müsste Schilder aufstellen, damit die Leute weniger wegwerfen“, sagt Zimmermann.

Ein guter Anlass schien ihnen der Weltumwelttag Anfang Juni zu sein. Mit der Idee wandten sie sich an Landrat Christoph Göbel (CSU) – und fanden Unterstützung. Am Freitag, 4. Juni, werden jetzt die ersten „No-waste“-Schilder in Gräfelfing, Neuried und Planegg angebracht, insgesamt 14 Stück.

Müll im Würmtal: Wandernde Schilder sollen helfen

„Wir haben Standorte gewählt, die einen Bezug zu schützenswerten Grünflächen haben“, erklärt Zimmermann. Neben dem Eichendorffplatz in Gräfelfing – wo die Aktion im Beisein der drei Würmtal-Bürgermeister offiziell gestartet wird – sind das etwa der Neunerberg in Gräfelfing, der Spazierweg nach Maria-Eich oder die Streuobstwiese an der M4 in Neuried.

Der Clou: Die schwarz-gelben Schilder wandern. Alle drei Monate kommen sie an neue Standorte in den drei Gemeinden. Nach einem Jahr werden sie an andere Landkreisgemeinden, die Mitglied der Klima-Initiative 29++ sind, weitergegeben und drehen dort ihre Runden. Denn die Zeichen seien nicht als Verbotsschilder zu sehen. „Sie sollen aber einen Denkprozess auslösen“, so Zimmermann.

So werden die Schilder der Plastikpaten aussehen.

Damit das gelingt, sind sie als hochwertige und normierte Verkehrsschilder gestaltet, 45 x 60 Zentimeter groß und in den Signalfarben der „Plastikpaten“ – schwarz und gelb. Der Landkreis hat sich das etwa 100 Euro je Schild kosten lassen. Das Problem besteht jedoch nicht nur an den Grünfläche. Auch die Wertstoffcontainer der Gemeinde Neuried sind hoffnungslos überfüllt.

Umwelttag in Neuried: Infostände und Ramadama

Neuried feiert am Samstag, 5. Juni, den Weltumwelttag. Von 10 bis 14 Uhr stellen sich rund um den Marktplatz örtliche Initiativen vor – etwa die „Plastikpaten“, das Klimanetzwerk Würmtal, die Schrauberhütte Planegg oder „Wir in Neuried“ mit ihrem Krautgarten. Um 11 und 13 Uhr bietet der Ortsverband der Grünen zudem Spaziergänge zu Neurieds Blühwiesen an. Bereits ab 10 Uhr findet ein gemeinsames Ramadama statt, Müllsäcke und Greifer werden zum Einsammeln von Unrat bereitgestellt.

Auch interessant

Kommentare