Schulsport

Sportanlage am Hirschanger im Englischen Garten: Lehrerin kritisiert mangelhaften Gerätezustand

 Sportanlage am Hirschanger
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Der Sportanlage am Hirschanger fehlt es an Sportutensilien in gutem Zustand.

Eine Lehrerin vom Luitpoldgymnasium beschwert sich über den Zustand der Sportutensilien am Hirschanger und fordert mehr finanzielle Unterstützung von der Stadt.

Verrostete Stoßkugeln, ein verschimmelter Schleuderball – im Geräteraum der Sportanlage am Hirschanger finden sich allerlei Sportutensilien, die längst entsorgt gehören. Der kleine Raum auf dem städtischen Sportgelände erinnert derzeit eher an eine muffige Rumpelkammer.

„Wir haben hier ein herrliches Gelände, aber der Gerätezustand ist untragbar“, sagt Sportlehrerin Katharina Köneke vom Luitpoldgymnasium. Sie unterrichtet auf der Anlage mitten im Englischen Garten von den Oster- bis zu den Herbstferien Leichtathletik in der Oberstufe. Dabei achte sie beim Training natürlich darauf, den Schülern nicht die verrosteten Kugeln zu geben. Vor einer Weile habe man hierfür in Eigeninitiative ein paar neue Kugeln angeschafft.

„Mir blutet nämlich das Herz, wenn ich den Schülern so etwas anbieten muss“, gibt die Lehrerin zu. Obwohl es das Gerätehaus und einen -wart gibt, finde am Platz schon länger keine Ausgabe mehr statt. Bei den Schlagbällen beispielsweise müsse man aktuell auf den schuleigenen Vorrat zurückgreifen. Dort gebe es allerdings nur zehn Stück. „Das reicht natürlich nicht für eine Klasse mit 30 Schülern.“ Stoppuhren und Maßbänder muss sie ebenfalls selber mitbringen. Sie ärgert sich: „Was bietet hier die reiche Stadt München ihrem Nachwuchs?“

Sportlehrerin Katharina Köneke vom Luitpoldgymnasium unterrichtet Leichtathletik am Hirschanger.

Referat für Bildung und Sport München: Schulen können Ausstattung bereits mitbestimmen

Schon mehrfach habe sich ihr Fachvorsitzender an das zuständige Referat für Bildung und Sport (RBS) gewandt. Passiert sei daraufhin nichts. Auf Hallo-Nachfrage versicherte das städtische Referat, sich die Lage vor Ort anzuschauen. Verrostete Kugeln oder verschimmelte Bälle habe man dort – nur wenige Tage nach dem Hallo-Besuch – nicht vorgefunden. Stattdessen merkte eine Sprecherin der Stadt an: „Es ist leider auch der Fall, dass Sportgeräte von den schulischen Nutzern im verschmutzten Zustand zurückgegeben werden, obwohl die Klassen die Geräte nach Nutzung eigentlich sauber zurückbringen sollten.“

Hinsichtlich der Ausstattung heißt es, die Schulen seien tonangebend und müssten lediglich die notwendige Anzahl von Sportgeräten beim RBS beantragen. „Dieser Bedarf wird dann beschafft. Die finanziellen Mittel dafür sind vorhanden.“

Bei den Bällen gelte indes – auch im Hinblick auf die geltenden Hygieneregeln – derzeit, dass Schulen diese selber mitbringen müssen.

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