Thema bei Bürgerversammlung und im BA

Lieferdienst Gorillas: Anwohner aus der Maxvorstadt fürchten Unfälle 

Tägliches Verkehrschaos: Hinter einem parkenden Lkw stauen sich Autos und ein Linienbus.
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Tägliches Verkehrschaos: Hinter einem parkenden Lkw stauen sich Autos und ein Linienbus.

Ärger um „Gorillas“-Lager: Jetzt fordert Nachbarin eine Zufahrt über die Nymphenburger Straße.

  • Seit diesem Jahr beliefern die „Gorillas“ auch in München zahl­reiche Gebiete.
  • Eines ihrer Lager befindet sich an der Lothstraße.
  • Dort ärgern sich allerdings die Anwohner über Verkehrschaos – ihrer Meinung nach vom Lieferdienst verursacht.

Maxvorstadt - Lärm am frühen Morgen, permanent klingelnde Fahrräder und Stau durch parkende oder rangierende Lastwagen. Bewohner der Lothstraße ärgern sich derzeit über die „Gorillas“ und wenden sich damit an die Lokalpolitik.

Lieferdienst Gorillas: Anwohner aus der Maxvorstadt fürchten Unfälle 

„Lebensmittel geliefert in zehn Minuten“, damit wirbt der Lieferdienst, der dort seit ein paar Monaten eines seiner Warenlager hat. Große Lastwagen bringen täglich Waren in die schmale Straße. Und Fahrradkuriere liefern sie aus. Immer wieder komme es dabei zu einer regelrechten Verstopfung der Straße. Die Folgen: Autos und Linienbusse kommen nicht an den Lastern vorbei, die „Gorilla“-Radler machen sich auf den Gehsteigen breit. In der Bürgerversammlung zeigte eine Anwohnerin zahlreiche Fotos und Videos von dem neuen Dauerzustand. Immer wieder komme es zu gefährlichen Situationen. Sie ist sich sicher: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Unfall passiert.“

Gorillas in München: Das sagt der Lieferdienst zu den Vorwürfen

Auf Hallo-Nachfrage erklärte ein Sprecher von Gorillas: „Wir nehmen die Bedenken der Anwohner sehr ernst und stehen in einem regelmäßigen Austausch.“ Erste Maßnahmen seien bereits umgesetzt. „Wir haben bauliche Veränderungen wie die Aufrüstung des Schallschutzes und den Umbau von Toren an einigen Standorten angestoßen.“ Auf den Standort Lothstraße geht der Sprecher aber nicht im Einzelnen ein. Außerdem würden „Gorillas“ ihre Lieferanten dazu anhalten, geräuschlose Gummirollen statt solche aus Hartplastik einzusetzen. An einzelnen Standorten habe man angrenzende Parkplätze in Fahrradstellplätze umgewandelt. „Das möchten wir auch bei weiteren Standorten umsetzen.“ Auch hier ist von konkreten Beispielen in München nicht die Rede.

Lothstraße: Anwohner wenden sich an die Lokalpolitik

Beim Bezirksausschuss sind inzwischen mehrere Beschwerden aus der Nachbarschaft gelandet, sagt Sigrid Eck, die im Gremium für die Themen Mobilität und öffentlicher Raum zuständig ist. Die Situation sei nicht hinnehmbar. „Deshalb setzen wir uns für eine schnelle Lösung ein“, versichert sie. Wie die Anwohnerin in der Bürgerversammlung forderte auch ein grün-roter Antrag in der Sitzung am Dienstag, 13. Juli, dass der Lieferverkehr künftig über die Nymphenburger Straße, genauer über das ehemalige Bruckmann-Areal, erfolgt. Die Eigentümer des Geländes, die Rock Capital Group, war für ein kurzfristiges Statement bis Druckschluss nicht verfügbar. Auch die Kollegen aus dem benachbarten BA Neuhausen-Nymphenburg werden das Thema am Dienstag, 20. Juli, behandeln.

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