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DB-Großbauprojekt an der Lindwurmstraße ‒ droht München ein Chaos am Verkehrsknotenpunkt?

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Von: Theresa Reich

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Die Bahn-Brücke an der Lindwurmstraße in München ist über 100 Jahre alt und soll abgerissen werden.
Die Bahn-Brücke an der Lindwurmstraße in München ist über 100 Jahre alt und soll abgerissen werden. © Theresa Reich

Die Bahn-Brücke an der Lindwurmstraße in München wird abgerissen und neu aufgebaut. Durch die Sanierung sollen auch Lastwagen auf der Fahrbahn passieren können.

Über 100 Jahre alt ist die Eisenbahnüberführung zwischen Ruppert- und Implerstraße. Nachdem sie jahrelang durch Pfeiler und Seitenstützen provisorisch am Leben gehalten wurde, will die Regierung von Oberbayern sie jetzt komplett abreißen und erneuern. Diese Pläne wurden nun im BA Sendling besprochen.

Laut Vorlage der Deutschen Bahn (DB) soll die neue Brücke voraussichtlich 2024 gebaut werden und Mitte 2025 fertig sein. Unklar ist jedoch, wann mit dem Abriss begonnen wird. Das beantwortete die DB auf Nachfrage bis Redaktionsschluss nicht.

Ebenso wenig, was die Maßnahme kosten solle, ob dafür die Lindwurmstraße gesperrt werde und der Bahnbetrieb ausfallen müsse.

Verkehrs-Chaos in München? Bahn-Brücke an der Lindwurmstraße wird abgerissen

Betroffen wäre nämlich die stark frequentierte Zugstrecke, die München mit Rosenheim verbindet. Im Zuge der Sanierung soll auch die Straßenführung verbessert werden.

Heißt: Die Fahrbahn soll weiter nach unten versenkt werden, um die Durchfahrt von 3,7 auf 4,5 Meter zu erhöhen. Dann könnten auch Lastwagen passieren. Weil die Fahrbahn dann aber unter dem Grundwasserspiegel läge, sei eine „Grundwasserwanne“ mit wasserfester Bodenplatte erforderlich.

Zusätzlich werde eine der drei Fahrspuren stadtauswärts wegfallen. Der gewonnene Platz soll zugunsten von Radlern und Fußgängern verwendet werden. Sie erhalten jeweils eine eigene, verbreiterte Spur. Ziel ist, die Gefahrenstellen einzudämmen.

Der BA Sendling sieht die „Grundwasserwanne“ aus zwei Gründen kritisch: Zum einen sei sie zu teuer. Zum anderen, weil man keine Lastwagen in Wohngebieten wolle. Die Viertelpolitiker fordern zudem, die abgetragenen Stoffe, wie Beton und Stahl im Hinblick auf Ressourcenknappheit in den Neubau zu verarbeiten.

Auch das historische Brückengeländer erachten sie als erhaltenswert und fordern, es zu sanieren.

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