Steckbrief

Christian Schwarzenberger ‒ Linke-Kandidat für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis München Nord

Christian Schwarzenberger tritt bei der Bundestagswahl als Kandidat für die Linke im Wahlkreis München Nord an.
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Christian Schwarzenberger tritt bei der Bundestagswahl als Kandidat für die Linke im Wahlkreis München Nord an.

Christian Schwarzenberger tritt im Wahlkreis 217 - München Nord - als Kandidat bei der Bundestagswahl 2021 für die Linke an. 

  • Christian Schwarzenberger
  • Alter: 33
  • Viertel (Wohnviertel nicht Stimmkreis): Bonner Platz (Schwabing West)
  • Beruf: Dipl.-Ing. Energie- und Prozesstechnik, aktuell mieten- und energiepolitischer Referent der Stadtratsfraktion Die Linke / Die Partei
  • Familienstand: ledig

Nation der Unzufriedenen: Was muss die Bundespolitik Ihrer Meinung nach aus der Pandemie lernen?

Wenn eine Krise dazu führt, dass die soziale Spaltung weiter anwächst, dann ist Unzufriedenheit vorprogrammiert. Von Kurzarbeit, Job- und Wohnungsverlust sind vor allem Menschen aus ärmeren Schichten betroffen. Gleichzeitig bereicherten sich Einzelne an der Krise, wurden DAX-Konzerne mit Milliardenbeträgen subventioniert und ihre Aktionäre großzügig bedient. Was es zur Bewältigung der Krise und der Folgen jetzt braucht, ist eine Besteuerung der großen Vermögen.

Generation Corona: Für Kinder und Jugendliche ist es jetzt wichtig, dass...

... sie sich wieder treffen und ihren Hobbys nachgehen können. Aktivitäten wie in Sport- oder Musikverein sind wichtig für die physische und mentale Gesundheit. Während Wirtschaft und Profisport fast im Normalbetrieb weiterliefen, hatten Kinder im letzten Jahr große Einschränkungen. Eine völlig falsche Prioritätensetzung. Dazu ein Home-Schooling Unterricht, der vielerorts katastrophal lief. Viele Kinder wurden abgehängt. Präsenzunterricht – gerade für die Jüngeren – ist dringend nötig.

Welche Entscheidungen der Bundespolitik würden für besseres Klima und zukunftsfähigeren Verkehr in München sorgen?

Ausschlaggebend für Klimagerechtigkeit ist eine dezentrale Lösung der Energiewende in Hand der Kommunen und Genossenschaften anstelle von Großprojekten von Konzernen.

Dies gilt auch für die Verkehrswende: Wir brauchen eine massive Stärkung des öffentlichen Fern- und Nahverkehrs bei gleichzeitigem Ausbau der Fahrradinfrastruktur und einer sozial-ökologischen Transformation der Autokonzerne. Statt Individualverkehr und Subventionen für E-Autos muss der ÖPNV kosten- und barrierefrei werden.

Welcher Impuls Ihrerseits fließt in die Bundespolitik ein, damit Wohnen in Ballungsräumen wie München bezahlbar bleibt?

Schon jetzt ist München für viele Menschen nicht mehr bezahlbar. Die Politik der letzten Jahre hat es ermöglicht, dass Wohnraum zum Spekulationsobjekt verkommen ist und Mieten explodieren. Diese Entwicklung muss umgekehrt werden, damit das Grundrecht auf Wohnen gewährleistet werden kann. Dafür braucht es eine bundesweite Deckelung der Mieten und der Bodenpreise, Neubau ausschließlich in gemeinnütziger Hand und eine Vergesellschaftung großer privater Immobilienkonzerne wie Dawonia & Co.

Für München ist es ein Mehrwert, wenn ich in den Bundestag gewählt werde, weil ...

... ich dort weiter mit Leidenschaft für die Interessen der Mieter eintreten werde. Die wichtigsten Entscheidungen zur Eindämmung des Mietenwahnsinns werden im Bundestag getroffen. Hier braucht es glaubhafte Stimmen, die im Sinne der Mieter agieren. In der bekanntlich teuersten Stadt des Landes ist es der Wahlkreis München Nord, in dem mit knapp 80 % die meisten Menschen zur Miete wohnen. Für diese Menschen setze ich mich schon länger ein und mache nicht nur Versprechungen vor einer Wahl.

Was werden Sie an München vermissen, bzw. worauf freuen Sie sich in Berlin?

Die Verbundenheit mit den Wählern in München würde auch weiter bestehen bleiben, wenn ich in den Bundestag komme. Auch deswegen würde meinen Lebensmittelpunkt weiter in München bleiben, auch wenn ich weniger vor Ort sein könnte. Vermissen würde ich vor allem meine wunderbare Nachbarschaft, die Isar und die Nähe zu den Bergen. In Berlin würde ich mich vor allem auf eine enge Zusammenarbeit mit der sehr aktiven Mietenbewegung freuen.

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