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Mehr Sicherheit am Schulweg in Lochhausen: Zebrastreifen sollen helfen

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Einen Zebrastreifen auf Höhe des Wiedehopfwegs fordert der Bezirksausschuss.
Einen Zebrastreifen auf Höhe des Wiedehopfwegs fordert der Bezirksausschuss. © Andreas Schwarzbauer

Um die Sicherheit für die Schüler aus dem neuen Quartier an der Henschelstraße in Lochhausen zu verbessern schlägt der Bezirksausschuss mehr Zebrastreifen vor.

Lochhausen - Viele der 450 Wohnungen des neuen Quartiers an der Henschelstraße in Lochhausen sind bereits bezogen. Unter den neuen Bewohnern sind auch zahlreiche Familien, deren Kinder nun die Grundschule am Schubinweg besuchen. Der örtliche Bezirksausschuss sorgt sich allerdings um ihre Schulwegsicherheit und hat deshalb auf Antrag der Grünen Verbesserungen an drei „kritischen Bereichen“ gefordert.

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Mehr Sicherheit am Schulweg: BA will mehr Zebrastreifen in Lochhausen

Zum einen soll es auf Höhe der kleinen Hochbrücke am Wiedehopfweg einen Zebrastreifen über die Henschelstraße geben. Zwar sei der rund 80 Meter entfernte Fußgängerübergang am Kleiberweg für den westlichen Teil des Neubaugebiets gut erreichbar, aber: „Es ist zu erwarten, dass die Schüler die Henschelstraße auch auf Höhe des Wiedehopfwegs kreuzen“, heißt es im Antrag. Zudem entwickle sich die Brücke über die Bahn zu einem wichtigen Knotenpunkt für Radler und Fußgänger. Sie verbinde den Norden Lochhausens mit der Aubinger Lohe, dem geplanten Supermarkt an der Federseestraße und Aubing. „Mir erscheint das Risiko sehr hoch, dass die Kinder oder auch andere Fußgänger die Straße ohne Absicherung an dieser Stelle queren“, sagt Initiatorin Alice Beining.

Einen zweiten Zebrastreifen fordert der Bezirksausschuss über die Federseestraße. Kurz vor der Einmündung in die Henschelstraße sollen die Grundschüler aus dem östlichen Teil des neuen Quartiers dadurch sicher zur Unterführung am Lochhausener Bahnhof gelangen. Das Verkehrsaufkommen an dieser Stelle habe sich in den vergangenen Monaten durch den Zuzug erheblich erhöht. „Es ist zu erwarten, dass der geplante Supermarkt zusätzlichen Auto- und Anlieferverkehr nach sich ziehen wird.“

An beiden Fußgängerüberwegen will das Viertelgremium zudem sogenannte „Berliner Kissen“ – Bremsschwellen, die von Radlern und Bussen umfahren werden können – installieren. Als dritte Maßnahme schlägt der BA vor, die westliche Zufahrt zur Tankstelle an der Lochhausener Straße rot zu markieren. Denn diesen Bereich müssten zahlreiche Schüler passieren, um zur Ampel über die Hauptverkehrsachse zu gelangen.

Problemstelle an der Lochhauser Straße: Elternvorschlag hat Chance auf Umsetzung

Die Tankstelle und die dortige Ampel halten Eltern schon länger für eine Problemstelle. Vor eineinhalb Jahren haben sie deshalb Unterschriften gesammelt, um zwei alternative Schulwege zu realisieren. Kinder, die mit dem Schulbus am Bahnhof ankommen, sollten über die Langwieder Haupt- und die Johannes-Tanner-Straße zur Grundschule laufen. Die dafür nötige Ampel an der Kreuzung mit der Ranertstraße lehnte das Kreisverwaltungsreferat allerdings ab, da in 30er-Zonen „grundsätzlich keine Lichtsignalanlagen errichtet werden“.

Die zweite Idee, eine Unterführung unter der Lochhausener Straße hindurch, die den Wiedehopf- mit dem Schubinweg verbindet, hat dagegen Chancen. Auch ein Verkehrsgutachten empfiehlt sie, da „die Überquerung der Lochhausener Straße für die Schulkinder mit Defiziten im Hinblick auf die Verkehrssicherheit verbunden“ sei. Auch Beining hofft auf eine Realisierung: „Wenn Lochhausen eine zweite Grundschule bekommt, wird diese nach aktuellen Aussagen der Stadt in Rahmen eines neuen Baugebiets Osteranger-Ost realisiert. Das heißt, die Kinder, die südlich der Bahntrasse wohnen werden auch zukünftig die Lochhausener Straße queren müssen.“ Und der Verkehr auf der Hauptverkehrsachse werde weiter zunehmen. Doch die Entscheidung trifft der Stadtrat.

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