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Nachhaltig, zukunftsorientiert und begrünt: Entwurf zum Holz-Hybrid-Neubau im Bahnhofsviertel

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Von: Daniela Borsutzky

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An Stelle der Hotels Dolomiti und Crystal plant das Pariser Architekturbüro „Willmotte & Associés S.A.“ einen Holz-Hybrid-Neubau.
An Stelle der Hotels Dolomiti und Crystal plant das Pariser Architekturbüro „Willmotte & Associés S.A.“ einen Holz-Hybrid-Neubau. © Rendart Architekturvisualisierung

An der Ecke Schwanthaler-/Goethestraße wird bis 2025 viel passieren: Alle Details zum geplanten grünen Holz-Hybrid-Neubau, der an Stelle der Hotels entsteht.

Ludwigsvorstadt - Die Hotels Dolomit und Cristal an der Schwanthaler-/Goethestraße sind Geschichte. Die Gebäude an der markanten Ecke im Südlichen Bahnhofsviertel sollen abgerissen und bis 2025 durch einen Holz-Hybrid-Neubau ausgetauscht werden. Dabei setzen die Entwickler auf Nachhaltigkeit, Zukunftsorientierung und Begrünung.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Bahnhofsviertel im Umbruch: Das sind die Bauprojekte bis 2025

Geplant ist der Bau eines siebengeschossigen Bürogebäudes mit Einzelhandel, Gastronomie und Tiefgarage. Investor ist „AXA IM Alts“, Bauherr die Luxemburger Projektgesellschaft „Hestia SPV S.à.r.“, vertreten durch den Münchner Projektentwickler „Accumulata Real Estate“.

Das Projekt wird nicht die einzige Baustelle, das Bahnhofsviertel befindet sich im Umbruch: Ebenfalls bis 2025 entsteht auf dem ehemaligen Postbank-Karree das „Elementum“ mit begrüntem Innenhof. Die leerstehenden Gebäude an der Schwanthalerstraße 55 und 57 sollen revitalisiert werden, der Karstadt-Komplex zwischen Hauptbahnhof und Stachus wird teils saniert, teils ersetzt und an der Schwanthaler- Ecke Sonnenstraße soll ein Hotel das Harry Klein und viele weitere Institutionen ersetzen. Und auch der Hauptbahnhof selbst befindet sich im Umbau. Weil der Bereich in den nächsten Jahren eine erhebliche Aufwertung erfährt, wurde das Projekt am Dienstagabend, 10. Mai, der Kommission für Stadtgestaltung vorgestellt.

Neubau an der Schwanthaler-/Goethestraße: Architekturbüro setzt auf nachhaltigen Holz-Hybrid-Bau

Begrünte Fassaden, ein Atrium im Inneren, aus dem Bäume bis ins erste Obergeschoss ragen, ein Dachgarten und Photovoltaik entlang der Dachfassade – so hat das Pariser Architekturbüro „Willmotte & Associés S.A.“ den Neubau an der Adresse Goethestraße 11 und Schwanthalerstraße 36 bis 38 konzipiert. Bis zu 1000 Arbeitsplätze sollen auf etwa 14.500 Quadratmetern oberirdischer Geschossfläche entstehen.

Der Neubau werde „nach strengsten Nachhaltigkeitstandards überwiegend aus nachhaltig gewonnenem Holz in Holzrahmenbauweise um einen Betonkern errichtet“, heißt es von Unternehmensseite. Das Ziel: das Bahnhofsviertel ökologisch und hinsichtlich der Aufenthaltsqualität aufzuwerten.

Geplanter Holz-Hybrid-Bau im Bahnhofsviertel: Stimmen von BA und Stadt

Im Februar wurde ein überwiegend positiver Vorbescheid für das Vorhaben erteilt. Ein Bauantrag liegt der Lokalbaukommission derzeit noch nicht vor, dieser befinde sich in Vorbereitung. Der Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt hatte Anfang des Jahres eine erste Stellungnahme zum Vorbescheid abgegeben. Unter anderem wurden öffentliche Radlstellplätze auf dem Grundstück und Wohnungen in den Obergeschossen gefordert.

Martin Ruckert (CSU), Vorsitzender des Unterausschusses (UA) „Planen und Bauen“, bewertet das Vorhaben grundsätzlich positiv. Allerdings betont er auf Hallo-Nachfrage, dass die Anliefer- und Entsorgungsproblematik auf dem Grundstück selbst gelöst werden müsse, entsprechender Verkehr könne nicht auf öffentlichem Grund abgewickelt werden. BA-Chef Benoît Blaser (Grüne) begrüßt die nachhaltigen Aspekte. Wünschenswert wäre ein öffentlicher Zugang zu Innenhof und Dachgarten. Der BA werde sich demnächst erneut mit dem Vorhaben im UA beschäftigen.

Die Experten der Kommission für Stadtgestaltung begrüßten das Projekt als „sehr durchdachten, innovativen Beitrag“.

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