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BA fordert mehr Druck seitens der Stadt - beginnt nun endlich der Denkmalumbau in der Schubertstraße?

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Von: Theresa Reich

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Seit über vier Jahren ist die Villa an der Schubertstraße 8 in unverändert baufälligem Zustand. Jetzt könnte die Sanierung bald starten.
Seit über vier Jahren ist die Villa an der Schubertstraße 8 in unverändert baufälligem Zustand. Jetzt könnte die Sanierung bald starten. © Theresa Reich

Seit Jahren tut sich an der Villa in der Schubertstraße nichts - jetzt hat der BA die Stadt anstatt der Duldung des Stillstands erneut zum Handeln aufgefordert.

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Von der Pracht der einst so herrschaftlichen Villa ist heute nicht mehr viel übrig. Nach schleppenden Bauarbeiten im Jahr 2015 und einem anschließenden jahrelangen Bau­stopp, fällt das denkmalgeschützte Palais an der Schubertstraße 8 der Witterung und den Stadttauben zum Opfer.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Baustopp in der Schubertstraße: BA fordert Stadt erneut zum Handeln auf

Die Verwahrlosung will der örtliche BA nicht hinnehmen und hat bereits mehrfach das Planungsreferat aufgefordert, „alle Mittel einzusetzen, damit das Gebäude baldmöglichst in einen bewohnbaren Zustand“ kommt. Bisher hatte das Gremium damit keinen Erfolg.

Mit einem interfraktionellen Antrag – den der BA voraussichtlich in seiner Januar-Sitzung beschließen wird – wollen die Lokalpolitiker jetzt erneut Druck auf die Stadt ausüben. Der Vorwurf der Mitglieder: Das Planungsreferat kündige seit 2020 nur an, zu prüfen, ob ein Weiterbau angeordnet werden kann. Aber die Behörde unternehme nichts. Der BA fordert nicht nur das Referat zum Handeln auf, sondern beantragt auch einen Ortstermin mit Vertretern aus Lokalbaukommission (LBK), Denkmalschutzbehörde sowie Stadtrat und dem Bauherrn.

Schuberstraße 8: Stadt weist BA-Vorwürfe zurück

Untätig sei die Stadt bisher nicht gewesen, teilt Hedwig Thomalla, Sprecherin des Sozialreferats, auf Nachfrage mit. Sie bestätigt, dass bereits ein Verwaltungsverfahren gegen die Eigentümer laufe. Die Beamten prüfen, ob der Leerstand gerechtfertigt ist. „Wir schöpfen alles aus, was wir im Repertoire haben, um die Sachlage zu klären“, betont Thomalla.

Auch das Planungsreferat überwache die Entwicklungen. Im Jahr 2017 hatte die LBK bereits Zwangsgelder in fünfstelliger Höhe wegen planabweichender Bautätigkeiten angeordnet. Wie Sprecherin Karolina Gampenrieder auf Hallo-Nachfrage erklärt, ging der letzte Antrag des Bauherrn Ende 2020 ein. Vorgesehen waren: Anbau eines Erkers, eines Aufzugs und Balkone, Bau eines Kellers mit Parksystem und Auto-Lift sowie ein neues Nebengebäude im Hof. Dies hat die LBK im September 2021 jedoch abgelehnt. Aktuell gehe die Behörde davon aus, dass sie den vom Bauherrn abgeänderten Antrag genehmigen werde.

Baustopp in der Schubertstraße: die Pläne der Investoren

Seit 2020 übernimmt das neugegründete Unternehmen „Schubert Live“ die Verwaltung des ehemaligen Mietshauses, das von Wohnbauunternehmer Ulrich Michel und dem ungarischen Investor Roland Pecsenye geleitet wird. Auf mehrfache Hallo-Anfrage hat Michel, dessen Büro in der Münchner Innenstadt ist, nicht reagiert. Pecsenye soll sich seit 2020 die Immobilienanteile mit Michel teilen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, planen sie die Sanierung des Gebäudes und danach den anschließenden Verkauf zu einem Preis von 50 Millionen Euro.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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