Mehr Taufen im Freien

Wegen Corona: Kirche feiert Tauffeste am Lußsee – daran will sie auch in Zukunft festhalten

Ganz ungezwungen im Freien: Das Tauffest am Lußsee.
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Ganz ungezwungen im Freien: Das Tauffest am Lußsee.

Die Adventskirche in Aubing hat wegen Corona Taufen am Lußsee angeboten. Auch in Zukunft möchte die Gemeinde an Open-Air-Taufen festhalten.

Langwied - Die evangelische Adventskirche in Aubing will künftig ganz besondere Tauffeste anbieten. „Wir haben festgestellt, dass viele Eltern im Corona-Jahr Taufen abgesagt haben, weil unsicher war, ob sie stattfinden können oder es eine Höchstgrenze für Besucher gab.

Wenn man sein Kind aber nicht im ersten Lebensjahr tauft, schiebt man es immer weiter auf“, berichtet Pfarrerin Kaitia Frey. Deshalb haben sich sie und ihre Kollegin Christine Untch etwas überlegt: „Wir haben alle Eltern von ungetauften, evangelischen Kindern aus unserer Kirchengemeinde angeschrieben und zu einem ungezwungenen Gottesdienst am Lußsee eingeladen.“

Sieben Familien mit zehn Kinder zwischen eineinhalb und acht Jahren folgten der Einladung. Den kleineren Kindern wurde bei der Taufe Seewasser über den Kopf geschüttet, die älteren wurden teilweise komplett untergetaucht. Die Gäste saßen auf Decken oder Klappstühlen (Foto: Kirche). Ein Bläserkreis begleitete den Gottesdienst.

„Es war eine gigantische Erfahrung. Die Atmosphäre war locker und gleichzeitig festlich“, schwärmt Frey. Wegen dieses positiven Erlebnisses will die Adventskirche solche Open-Air-Tauffeste häufiger anbieten. Das sei auch im Hinblick auf Freiham, wo viele junge Familien leben werden, aber kein Kirchengebäude geplant ist, sinnvoll.

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