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Umstrittener Polizei-Einsatz nach Fahrschein-Kontrolle in München ‒ Angeklagter zu Geldstrafe verurteilt

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Prozessauftakt nach Polizeieinsatz
Der 54-Jährige musste sich unter anderem wegen Körperverletzung, Beleidigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte vor dem Amtsgericht München verantworten. © Peter Kneffel/dpa

Beim Einsatz nach einer Ticket-Kontrolle soll sich ein Polizist auf den Hals des Angeklagten gekniet haben. Jetzt wurde der Mann wegen des Angriffs auf Beamte verurteilt.

Ein 54-Jähriger wurde in München wegen eines Angriffs auf Polizeibeamte nach einer Fahrschein-Kontrolle zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Vorfall erhielt in den Medien viel Aufmerksamkeit, da sich ein Polizist bei Einsatz auf den Kopf und den Hals des Angeklagten gekniet haben soll.

Bei dem umstrittenen Prozess befand das Amtsgericht München den Mann am Donnerstag für schuldig. Er soll einer Beamtin ins Gesicht geschlagen und in den Finger gebissen zu haben.

Umstrittener Prozess in München nach Fahrschein-Kontrolle - Wie es zu dem Polizei-Einsatz kam

Zwei Fahrschein-Kontrolleure hatten den Mann in einer Münchner S-Bahn kontrolliert und hielten sein Ticket für ungültig - fälschlicherweise, wie sich im Prozess herausstellte. An der Haltestelle Isartor riefen sie dann die Bundespolizei hinzu. Da der 54-Jährige sich nicht ausweise wollte, brachten insgesamt fünf Beamte den Fahrgast zu Boden, um ihn zu durchsuchen.

Der Mann we4hrt sich dagegen und schrie dabei laut um Hilfe Eine Sachverständige kam am letzten Prozesstag zu dem Schluss, dass das Vorgehen der Polizei wahrscheinlich nicht lebensgefährlich für den Passagier war.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe in doppelter Höhe beantragt. Verteidiger David Mühlberger plädierte hingegen auf Freispruch. Die polizeiliche Maßnahme sei von vornherein unrechtmäßig gewesen. Bei den Handlungen des Angeklagten habe es sich daher um Notwehr gehandelt. Er kündigte an, in Berufung zu gehen.

dpa/lby/jh

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