Über zehn Freunde solidarisierten sich

München: Massiver Widerstand bei Festnahme von gesuchtem Jugendlichen (16) - Polizei zückt Dienstwaffe

Bei der Festnahme eines 16-Jährigen mussten die Beamten ihre Waffen zücken.
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Bei der Festnahme eines 16-Jährigen mussten die Beamten ihre Waffen zücken.

Bei der Verhaftung eines 16-Jährigen, der wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht wurde, kam es zu massivem Widerstand. Die Beamten musste deshalb sogar die Dienstwaffen zücken.

  • Am Donnerstag kam es zu massivem Widerstand bei der Verhaftung eines 16-Jährigen.
  • Über zehn Personen aus seinem Freundeskreis solidarisierten sich dabei mit dem Münchner.
  • Die Polizei drohte daraufhin mit dem Einsatz von Schlagstöcken und Dienstwaffen.

München/Neuhausen/Laim - Am Donnerstag wurde ein 16-jähriger Münchner in der Fürstenrieder Straße von der Polizei verhaftetet. Dabei solidarisierten sich über zehn Jugendliche aus seinem Freundeskreis und störten die Maßnahme, sodass die Beamten letztlich die Dienstwaffen zücken mussten.

München: Polizei verhaftet gesuchten 16-Jährigen nach gefährlicher Körperverletzung

Zur Vorgeschichte: Der 16-Jährige wurde bereits Mitte Juni erstmals von der Münchner Polizei verhaftet. Damals kamen mehrere Jugendliche in einem Supermarkt im Bereich der Friedenheimer Brücke mit einem Verkäufer in Streit. In diesem Verlauf warf der 16-Jähriger mit Wohnsitz in München einen Plexiglaskasten gezielt in Richtung des Verkäufers, zudem kam es zu Beleidigungen und der Plexiglaskasten traf damals eine 26-jährige Verkäuferin, die am Kopf verletzt wurde. Der 16-Jährige wurde durch Beamte der Münchner Polizei festgenommen und wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung angezeigt. Er musste jedoch nach weiteren Überprüfungen zunächst entlassen werden.

Bei weiteren Ermittlungen erhärtete sich schließlich der Tatverdacht gegen den 16-Jährigen. In diesem Verlauf beantragte die Staatsanwaltschaft München I einen Untersuchungshaftbefehl, der vom Amtsgericht München erlassen und am Donnerstag von der Polizei vollzogen wurde.

Widerstand bei Festnahme: Beamte drohen mit Einsatz von Schlagstöcken und Dienstwaffen

Bei der Festnahme herrschte eine äußerst aufgeheizte Stimmung, die mit über zehn Streifen der Münchner Polizei beruhigt werden musste. Hierbei mussten die sich solidarisierten Jugendlichen mehrfach zurückgeschubst werden und der Einsatz des Schlagstockes angedroht werden. Zudem hielten die festnehmenden Beamten kurzzeitig ihre Dienstwaffe in der Hand. Einer, ein 17-jähriger Münchner, beleidigte zudem die Beamten. Er wurde angezeigt und in eine Jugendschutzstelle gebracht.

Quelle: Polizei München/kf

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