Luxus? Nein, danke!

München: Neue Edelwohnungen an der Türkenstraße geplant - Lokalpolitiker einstimmig gegen das Vorhaben

Legat Living will an der Türkenstraße 50 neue Luxuswohnungen bauen, das bestehende Gebäude muss dafür weichen.
+
Legat Living will an der Türkenstraße 50 neue Luxuswohnungen bauen, das bestehende Gebäude muss dafür weichen.

Die Türkenstraße ist ein trauriges Paradebeispiel: Ein weiteres Gebäude soll jetzt für Luxuswohnungen weichen. Doch nicht ohne Protest.

  • An der Türkenstraße 50 sollen teure Luxuswohnungen entstehen.
  • Zuvor gab es im Gebäude Entmietungen und Leerstand.
  • Der Bezirksausschuss lehnt das Bauvorhaben einstimmig ab.

MAXVORSTADT - Daneben gähnt schon seit Jahren eine riesige Baulücke, jetzt liegt auch ein Bauantrag für das Nachbargebäude, die Türkenstraße 50, vor. Diese Entwicklung ist keine Überraschung. Jahrelang kämpften die letzten Mieter für den Erhalt ihrer Wohnungen (Hallo berichtete). „Dem Antrag ging eine der rücksichtslosesten Entmietungen sowie jahrelanger, systematischer Leerstand voraus“, betonte der zuständige Unterausschuss-Vorsitzende Georg Jakob (Grüne) noch einmal in der jüngsten Sitzung.

München: Neue Edelwohnungen an der Türkenstraße geplant

Das Vorhaben beinhalte weniger Wohneinheiten als bisher, die durchschnittliche Quadratmeterzahl soll dabei steigen – so die Pläne, die dem Gremium jetzt vorliegen. Ein klares Indiz für die Lokalpolitiker, dass „hier luxuriöse Wohneinheiten der gehobenen Preisklasse“ entstehen sollen. Zudem bewirbt der Projektentwickler Legat Living – bekannt durch andere Luxusprojekte wie die Barer Höfe – das geplante Projekt „Max Hofe“ bereits im gleichen Stil an Litfaßsäulen im Stadtgebiet.

Säulen im ganzen Stadtgebiet bewerben bereits das Projekt, das an der Türkenstraße geplant ist.

Lokalpolitiker fordern Erweiterung der Erhaltungssatzung

Entschieden stellten sich die Lokalpolitiker deshalb gegen die Pläne und lehnten das Vorhaben einstimmig ab. Stattdessen fordert das Gremium von der Stadt, die bestehenden Bereiche, für die bereits schützende Erhaltungssatzungen greifen, bei der anstehenden Überprüfung in unbefristete Gebiete umzuwandeln und um zahlreiche Straßenzüge – darunter auch die Türkenstraße – zu erweitern.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare