Ärger in der Maxvorstadt: Sexualdelikt und Gewalt gegen die Münchner Polizei

Ein Polizeiauto fährt mit Blaulicht über eine Straße
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Die Münchner Polizei hatte am Wochenende an der Barer Straße in der Maxvorstadt ordentlich zu tun.

München: Am Wochenende ist es im Bereich der Barer Straße zu Ausschreitungen und vermutlich auch zu einem Sexualdelikt gekommen. 200 Personen hatten sich dort versammelt.

  • An der Barer Straße in der Maxvorstadt ist es am Wochenende zu einem Polizeieinsatz gekommen.
  • 200 Personen verhielten sich teils aggressiv, es kam zu Festnahmen.
  • Auch ein Sexualdelikt wurde angezeigt.

Barer Straße in München: Polizei ermittelt wegen Sexualdelikt

Im Bereich der Barer Straße wurde der Polizei in der Nacht auf Samstag um 3.0 Uhr ein mutmaßliches Sexualdelikt mitgeteilt. Die Einsatzkräfte konnten wenig später eine 50-jährige Person mit verschmutzter Oberbekleidung antreffen. Diese gab an, dass ein ebenfalls noch in der Nähe befindlicher und ihr unbekannter 38-Jähriger gegen ihren Willen sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen habe.

Der 38-Jährige wurde daraufhin vorläufig festgenommen und wird im Laufe des Sonntags dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Die weiteren Ermittlungen zu diesem Sachverhalt werden vom Kommissariat 15 (Sexualdelikte) geführt.

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Barer Straße in München: 200 Personen stören Ermittlungen, vereinzelte Auseinandersetzungen

Während des Einsatzes hielten sich in unmittelbarer Nähe zu dieser Örtlichkeit zeitweise bis zu 200 Personen auf, die teils immer wieder die vor Ort geführten Ermittlungen störten. Zudem wurde die Stimmung zwischen diesen Personen zunehmend aggressiv und resultierte schließlich auch in vereinzelten Auseinandersetzungen, in deren Verlauf auch Glasflaschen zu Bruch gingen.

Die Ansammlung wurde daher durch weitere hinzugerufene Einsatzkräfte aufgelöst und die Personen des Platzes verwiesen. Dabei mussten einzelne Personen auch mit einfachen Zwangsmaßnahmen vom Platz geführt werden.

Ein 22-Jähriger, der diesem Platzverweis wiederholt nicht nachkam und sich außerdem äußerst aggressiv gegenüber den Einsatzkräften verhielt, sollte deshalb in Gewahrsam genommen werden und musste auf Grund seines Verhaltens letztlich sogar zu Boden gebracht werden.

Ein Gleichaltriger wollte währenddessen zu dem 22-Jährigen gelangen und warf gezielt eine Glasflasche in Richtung der Polizeibeamten. Diese mussten daraufhin das Reizstoffsprühgerät (sogenanntes Pfefferspray) gegen ihn einsetzen. Bei der anschließenden Festnahme leistete der ebenfalls 22-Jährige Widerstand und beleidigte zudem die anwesenden Personen. Auch er wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen und u.a. wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte angezeigt.

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