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BA Schwabing-Freimann will gängige Praxis der Umsatzbeteiligungen der Stadt bei Schulessen auf den Prüfstand stellen

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Von: Gabriele Winter

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Die Mensa im Interimsbau des Oskar-von-Miller-Gymnasiums in Schwabing macht Sorgen: Die Betreiber warnen wegen höherer Kosten vor teureren Essen oder schlechterer Qualität.
Die Mensa im Interimsbau des Oskar-von-Miller-Gymnasiums in Schwabing macht Sorgen: Die Betreiber warnen wegen höherer Kosten vor teureren Essen oder schlechterer Qualität. © Sabina Kläsener

Mensabetreiber schlagen Alarm wegen der hohen Energie- und Lebensmittelkosten. Entweder müssen Preise steigen oder die Qualität schlechter werden. Dem will der BA entgegenwirken.

Schwabing-Freimann - Der Betrieb einer Schulmensa kostet. Gleichzeitig soll für alle gesundes und erschwingliches Essen bereitstehen. Kein einfaches Unterfangen bei den derzeitigen Energie- und Lebensmittelkosten. Erste Mensa-Betreiber wie das Campus-Café des Oskar-von-Miller-Gymnasiums in Schwabing sind besorgt, dass sie entweder das Schulessen teurer oder bei der Qualität Abstriche machen müssen.

Das hat den Bezirksausschuss Schwabing-Freimann jetzt auf den Plan gerufen. Dieser fordert von der Stadt München, die gängige Praxis der Umsatzbeteiligung am Mensa-Essen zu streichen. Der BA-Vorsitzende Patric Wolf von der CSU argumentiert so: „Unsere Kinder sollten es uns wert sein, an dieser Stelle auf Einnahmen der Stadt zu verzichten.“ Er hält höchstens „eine Gewinnbeteiligung für sinnvoll“.

Mensen schlagen Alarm: Stadt München betont Vorleistungen

Bei der Umsatzbeteiligung, die im Moment bei etwa fünf Prozent liegt, verdient die Stadt an jedem verkauften Essen mit. Selbst wenn dem Pächter nach Abzug der Kosten davon kaum Gewinne bleiben.

Die Stadt argumentiert, dass sie für die Mensabetreiber in Vorleistung gegangen ist und vielerorts komplette Küchen ausgestattet hat, die den Pächtern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus werden alle Nebenkosten des Mensabetriebs, wie Strom und Wasser, übernommen. Zudem betont das Referat für Bildung und Sport: „Zahlreiche Beispiele an den städtischen Schulstandorten belegen, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der Schulmensen auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen zur Zufriedenheit der Schulen möglich ist, ohne dass die Essensqualität oder das Preisniveau negativ beeinträchtigt werden.“

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