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Auf dem Kreativfeld an der Heßstraße sollen 385 Wohnungen entstehen, doch zwei Bauherren sind bereits abgesprungen

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Von: Gabriele Winter

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Auf dem Kreativfeld herrscht noch Leere.
Auf dem Kreativfeld herrscht noch Leere. © Gabriele Winter

Nur schleppend geht es beim Wohnungsbau am Kreativfeld in der Heßstraße voran. Wie der Stand der Dinge ist, nachdem zwei Bauherren abgesprungen sind:

Schwabing-West ‒ Probleme beim geförderten Wohnungsbau: Nach Hallo-Informationen, hat sich zuletzt nicht nur die Euroboden Baugesellschaft vom Kreativfeld verabschiedet, sondern auch das Mietshäusersyndikat. Das bestätigte die Stadt auf Anfrage.

Beide Bauträger gaben an, ihre Projekte aus Kostengründen nicht entsprechend den Vorgaben der Stadt verwirklichen zu können. Das Planungsreferat teilte Hallo mit: „Ein Nachrücker aus dem Ausschreibungsverfahren prüft derzeit die Wirtschaftlichkeit des Projektes unter den veränderten globalen Rahmenbedingungen.“ Um welchen Bauträger es sich dabei handelt, will die Stadt nicht mitteilen.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag wird allerdings noch in diesem Halbjahr wie geplant den Bauantrag für ihre 173 Wohnungen auf dem Kreativfeld einreichen. Darunter befinden sich beispielsweise fünf Einheiten für ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit körperlicher Einschränkung und psychischer oder seelischer Behinderung und eine betreute Wohngemeinschaft.

Schleppender Wohnungsbau: 385 Wohnungen sollen 2027 stehen

Zwar bedauert Pressesprecher Mathias Weber, dass zwei Bauträger abgesprungen sind, denn am sogenannten Wegekreuz wurden „bereits Zufahrten für die Feuerwehr und Ähnliches“ gemeinsam erschlossen. Doch zu warten, sei nicht sinnvoll. Mit einem Baubeginn für ihre Häuser rechnet die Gewofag im zweiten Quartal 2024, mit der Fertigstellung im Laufe des Jahres 2027.

In der Grundschule an der Infanteriestraße lernen bereits einige Klassen.
In der Grundschule an der Infanteriestraße lernen bereits einige Klassen. © Gabriele Winter

Auf dem Kreativfeld sollen 385 nach wie vor ausschließlich geförderte Miet- und Genossenschaftswohnungen entstehen. Ein Teil davon soll an Mitarbeiter in systemrelevanten Berufen bei Polizei, Feuerwehr oder in Kindertagesstätten gehen. Deren Kinder können sich über einen kurzen Schulweg freuen, denn die Grundschule und das Kinderhaus an der Infanteriestraße stehen bereits und werden schon von mehreren Klassen besucht. Insgesamt können dort 500 Kinder unterrichtet werden.

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