Kein Geld für Bildung?

Stadt lehnt Einführung von Bildungsbus in Milbertshofen ab – BA drängt weiter auf Angebot

Sechs Bildungslokale (hier: Schwanthalerhöhe) gibt es in München. Weitere sind nicht geplant.
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Sechs Bildungslokale (hier: Schwanthalerhöhe) gibt es in München. Weitere sind nicht geplant.

Im elften Bezirk will man sich für ein Bildungslokal stark machen. Die Forderung nach einem mobilen Bildungsbus wurde jedoch von der Stadt abgelehnt. Das sorgt beim BA für Unverständnis.

Milbertshofen-Am Hart - Seit Jahren sucht das Referat für Bildung und Sport (RBS) bereits nach einem Standort für ein Bildungslokal in Milbertshofen-Am Hart.

Scheiterte es zunächst an der Raumsuche, ist seit Corona die finanzielle Lage das Problem, erklärte Stadtschulrat Florian Kraus in einem Antwortschreiben an den örtlichen BA.

Auch lehnte er die Idee eines mobilen Bildungsbusses ab, was im Gremium nun für viel Unverständnis gesorgt hat. Der Schwerpunkt von Bildungslokalen liege in Gebieten, in denen bildungspolitisch dringend gehandelt werden müsse, so Kraus. Dafür sei ein fester Anlaufspunkt im Viertel nötig. Diesen biete ein Bildungsbus nicht.

Tina Pickert (CSU), die den Bildungsbus gefordert hatte, missfiel diese Antwort. „Dadurch sinkt die Chance der Kinder in unserem Stadtbezirk auf Bildung. Die günstigere Lösung eines Bildungsbusses lehnt die Stadt ab. Wenn wir das Geld nicht für Bildung ausgeben können, für was denn sonst?“

Tina Pickert (CSU) forderte den mobilen Bildungsbus.

Sie sei gespannt, wie die Stadt diesen Missstand nun lösen will. Auch Thomas Schwed (CSU) ärgerte sich: „Wir stehen mit leeren Händen da.“ Er forderte, erneut nachzuhaken, da das Ergebnis nicht akzeptabel sei.

Nicole Riemer-Trepohl (Grüne) bat den Vorsitzenden, Fredy Hummel-Haslauer (SPD), sich nach der Pandemie verstärkt für ein Bildungslokal im Stadtbezirk stark zu machen. Brigitte Voit (SPD) schlug vor, Kooperationen mit Nachbar-Bezirken anzustreben. Das wiederum sah Pickert kritisch, da ein Angebot vor Ort besser wäre.

Der BA beschloss, dass der Vorsitzende an die Stadt herantritt, da ein Bildungsangebot im Bezirk dringend benötigt wird.

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