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Wie sicher ist Milbertshofen? ‒ Polizei informiert BA nach Massenschlägerei am Korbinianplatz

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Von: Benedikt Strobach

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Vor zwei Wochen starb ein 18-Jähriger an seinen Stichverletzungen nach einer Massenschlägerei am Korbinianplatz. Einen Verdächtigen hat die Polizei bereits gefasst. Nach einem Zweiten wird noch gefahndet.
Vor zwei Wochen starb ein 18-Jähriger an seinen Stichverletzungen nach einer Massenschlägerei am Korbinianplatz. Einen Verdächtigen hat die Polizei bereits gefasst. Nach einem Zweiten wird noch gefahndet. © dpa

Nach den Gewalttaten in Milbertshofen informierte die Münchner Polizei den BA 11 über die Sicherheit im Bezirk und vermutet Zusammenhänge mit der Drogenszene.

Milbertshofen - Seit der Pandemie war die Polizeiinspektion (PI) 47 nicht im BA Milbertshofen erschienen. Zur jüngsten Sitzung kamen Beamte – und informierten über die Entwicklungen zur Massenschlägerei am Korbinianplatz, bei der ein 18-Jähriger an seinen Stichwunden verstarb und ein 15-Jähriger schwer verletzt wurde.

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Nach Massenschlägerei am Korbinianplatz: Polizei informiert im BA über Sicherheit

Die Frage, die die Viertelpolitikern und den stellvertretenden PI-Leiter Olaf Schleicher beschäftigte: Ist der 11.  Bezirk noch sicher? Neben der Massenschlägerei gab es im Januar einen Vorfall, bei dem ein 17-Jährigen mit einer Pistole angeschossen wurde.

Schleicher betonte: „Diese traurigen Begebenheiten sind kein Milbertshofener Problem.“ In ganz München komme es immer öfter zu Zwischenfällen mit Jugendgruppen. Dennoch sei der Korbinianplatz im Fokus. „Wir haben dort Messer, Eisenstangen und präparierte Schraubenschlüssel sichergestellt“, erklärte Schleicher. Die Polizei vermute, dass die Schlägerei ein Racheakt für eine Messerattacke am Karl-Preis-Platz im Oktober sei. Auch Drogenspürhunde wurden am Korbinianplatz eingesetzt. „Handel und Besitz von Betäubungsmitteln kommt hier öfter vor.“

Nach Vorfällen in Milbertshofen: Polizei vermutet Zusammenhänge mit der Drogenszene

Im 11. Bezirk habe es in den letzten zwei Jahren rund 250 Anzeigen deswegen gegeben. Auch an der Panzerwiese etwa komme es zu Handel und Konsum von Betäubungsmitteln. Ob ein Zusammenhang der Szene mit der Tat vor zwei Wochen bestehe, konnte Schleicher dem BA nicht sagen. Der Vorfall im Januar, bei dem bereits vier Tatverdächtige gefasst wurden, stehe mit Drogen in Verbindung. Ein Zusammenhang der beiden Vorfälle untereinander sei „nicht gesichert“.

„Es ist verständlich, dass das subjektive Sicherheitsbefinden durch solche Nachrichten gestört wird. Wir werden aber weiter verstärkt vor Ort sein“, versprach Schleicher. Die Ermittlungen laufen weiter.

Nach einer gemeldeten Schießerei in Milbertshofen traf die Polizei München auf einen Mann mit einer Schussverletzung.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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