Abfuhr vom Baureferat

Modellfahrzeug-Fans suchen öffentliche Flächen in München – Warum die Stadt dies ablehnt

Bruno Furlan (re.) und Markus Gebhard mit seinen Kindern Emil und Lena gehören zu einer Gruppe von Allachern, die sich einen öffentlichen Treffpunkt mit Fahrstrecke für ihre RC Cars wünschen.
+
Bruno Furlan (re.) und Markus Gebhard mit seinen Kindern Emil und Lena gehören zu einer Gruppe von Allachern, die sich einen öffentlichen Treffpunkt mit Fahrstrecke für ihre RC Cars wünschen.

Anhänger von geländegängigen, ferngesteuerten Autos wollen einen Treffpunkt für ihr Hobby in München errichten. Die Stadt weist dies allerdings zurück.

Allach - Bruno Furlan (43) hat Spaß daran, ferngesteuerte Elektro-Autos, sogenannte RC Cars, übers Gelände zu lenken. Dass er damit nicht alleine ist, weiß der Kfz-Techniker und Familienvater aus Allach schon lange.

Man begegne oft Gleichgesinnten auf Flächen wie ehemaligen Kasernengeländen oder Wiesen, erzählt er. „Einen richtigen Treffpunkt auf einer ausgewiesenen RC-Car-Strecke gibt es aber in ganz München nicht“, bedauert er. Deshalb hat er sich hilfesuchend an den BA Allach-Untermenzing gewandt. Die Antwort, die nun vorliegt, bremst die Initiative jedoch aus.

„Eine öffentliche Fläche der Allgemeinheit zu entziehen, um diese einer relativ kleinen Gruppe für ein sehr spezifisches Hobby zur Verfügung zu stellen, kann insbesondere bei dem gegebenen hohen Flächendruck in München nicht empfohlen werden“, heißt es in einer Stellungnahme des Baureferats an den BA.

Baureferat sieht „eine erhöhte Gefährdung“

Der hatte die Bürgeridee mit mehreren konkreten Standortvorschlägen in Bahn- und Autobahn-Nähe an der Pasteur- und Otto-Warburg-Straße an die Verwaltung weitergeleitet. BA-Chef Pascal Fuckerieder (SPD) erklärte dazu auf Hallo-Anfrage:

„Ich würde mich freuen, wenn sich eine Fläche finden lässt, die für die Modellautofahrer geeignet ist und für alle verträglich gestaltet werden kann.“ Jetzt stellt er fest: „Aus meiner Sicht gibt es keine weiteren Ansatzpunkte.“

Der Modellauto-Fan findet’s schade: „Wir würden alles selber bauen und darauf achten, dass wir niemanden stören“, sagt er. Er könnte sich auch eine Kombination mit anderen öffentlichen Nutzungen, zum Beispiel auf Dirtbike-Anlagen vorstellen.

„Die Dirtbike-Strecke an der Goteboldstraße hat mich überhaupt auf die Idee gebracht, mich an die Stadt zu wenden“, sagt der Allacher. Das Baureferat sieht jedoch „eine erhöhte Gefährdung“ durch die Elektro-Modelle. Eine Mischnutzung scheide daher aus.

ul

Auch interessant

Kommentare