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Stadt München lehnt Tempo 30 auf westlicher Pelkovenstraße ab ‒ BA Moosach erneuert Forderung

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Von: Benedikt Strobach

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Auf Höhe des Moosacher St.-Martins-Platz endet der Radweg an der Pelkovenstraße. Gefahr besteht hier laut BA, weil für die Radler wenig Platz zum Einscheren auf die Straße vorhanden ist.
Auf Höhe des Moosacher St.-Martins-Platz endet der Radweg an der Pelkovenstraße. Gefahr besteht hier laut BA, weil für die Radler wenig Platz zum Einscheren auf die Straße vorhanden ist. © Benedikt Strobach

Der BA Moosach hatte auf der westlichen Pelkovenstraße Tempo 30 gefordert, die Stadt lehnte den Antrag ab. Die Entscheidung sorgte im Gremium für Unverständnis.

Moosach - Es ist eine Empfehlung aus der Bürgerversammlung, die die Lokalpolitik in Moosach gerne an die Verwaltung weitergeleitet hat: In der Pelkovenstraße zwischen Dachauer und Feldmochinger Straße soll aufgrund Verengungen und fehlender Radwege zur Sicherheit der Radfahrer künftig Tempo 30 gelten. Die Antwort der Stadt sorgte nun jedoch in der jüngsten Sitzung des BA für Ernüchterung.

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Kein Tempo 30 in der Pelkovenstraße: Entscheidung der Stadt sorgt im BA für Unverständnis

Das Mobilitätsreferat sieht nämlich keinen Bedarf zur Umsetzung. In einem Schreiben an den BA erklärte die Behörde, dass vom geltenden Tempo 50 nur abgewichen werden könne, wenn etwa eine „besondere Unfalllage“ oder eine „außergewöhnliche Eigenart des Straßenverlaufs“ vorläge. Weder sei aus Sicht des Referats und der Polizei eine Einschränkung der Verkehrssicherheit bekannt noch sei die Unfallstatistik auffällig. Vier leichte Vorfälle wurden in den letzten drei Jahren im Zusammenhang mit Radlern verzeichnet.

Die Antwort sorgte im Gremium für Unverständnis. „Ich verstehe nicht, wie man zu so einer Schlussfolgerung kommen kann“, ärgerte sich Kerstin Knuth (Grüne). „‚Nur vier Unfälle’ sind vier zu viel.“ Auch Hanna Kammermeier (SPD) war merklich unzufrieden. „Zu sagen, dass hier keine Gefahr vorherrscht, ist realitätsfremd.“ Sie selbst sei beim Autofahren bereits einmal beinahe mit einem plötzlich ausscherenden Radler zusammengestoßen. „Es besteht eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer.“

Veronika Kahl (ÖDP) ergänzte: „Es handelt sich dort auch um einen Schulweg.“ Der Vorsitzende Wolfgang Kuhn (SPD) fand es nicht fair, dass nur mit Unfallzahlen argumentiert werde. „Auch die Ein- und Ausfahrten sind gefährlich.“ CSU-Sprecher Florian Wies äußerte Zweifel, da er keine Grundlage für die Forderung sehe. Doch auch in der Fraktion war der Ärger spürbar. Angelika Bueb (CSU) betonte, sie würde als Anwohnerin oft Gefahrensituationen mitbekommen. Auch wenn sie nicht an ein Umdenken glaube, stimme sie für Tempo 30.

Tempo 30 für mehr Sicherheit: BA erneuert Antrag für Pelkovenstraße

Am Ende lehnte das Gremium die Antwort der Stadt mit großer Mehrheit ab. Stattdessen fordere man erneut die Einführung von Tempo 30 als Maximalgeschwindigkeit. Auf Vorschlag von Kammermeier, Nina Kraus und Johanna Salzhuber (alle SPD) wurde auch ein Kompromissvorschlag ergänzt: Sollte das nicht möglich sein, fordere man zumindest das Teilstück zwischen Dresdner und Hirschstraße – wo kein Radweg vorhanden ist – anzupassen.

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