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G7-Gipfel: Ärger wegen Halteverboten für Polizei-Fahrzeuge in Moosach

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Von: Benedikt Strobach

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Ein Foto vom 22. Juni zeigt: Die Parkplätze an der Dachauer Straße werden trotz Halteverbots (links) normal genutzt. Dieses gilt aber eigentlich bereits seit dem 13. Juni.
Ein Foto vom 22. Juni zeigt: Die Parkplätze an der Dachauer Straße werden trotz Halteverbots (links) normal genutzt. Dieses gilt aber eigentlich bereits seit dem 13. Juni. © Benedikt Strobach

Moosacher Anwohner kritisieren die Dauer der Parkplatzsperren für die Einsatzfahrzeuge der Polizei durch den G7-Gipfel – Polizei München erklärt die Gründe.

Moosach - Brennende Einsatzfahrzeuge in Haidhausen, Demos, Straßensperrungen und mehr – der G7-Gipfel, der am heutigen Samstag, 26. Juni, auf Schloss Elmau beginnt, sorgt auch in München für Anspannung. In Moosach gibt es bereits länger Ärger.

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Ärger in Moosach: Anwohner kritisieren Dauer der Halteverbote für Polizei-Fahrzeuge

„Am 13. Juni hat die Polizei an der Dachauer Straße im Bereich von Hausnummer 491 Halteverbote eingerichtet und den dort Parkenden erklärt, dass sie abgeschleppt würden, wenn sie ihr Auto nicht zeitnah entfernen“, berichtet Anita Streck. Die Moosacherin hat den Vorfall miterlebt – und ist verärgert. „Wir haben hier eine angespannte Parksituation. Da kann man nicht zwei Wochen vor Anfang des Gipfels die Parkplätze sperren.“ Firmen, Apotheken und ein Sanitätshaus lägen hier. „Das ist gerade für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen eine Zumutung“, ärgert sich Streck. Auch Geschäftskunden hätten so ein Problem.

Was die 55-Jährige auch stört: „In der Innenstadt haben die Sperrungen am Donnerstag, 23. Juni, begonnen. Dort enden sie am 28. – bei uns zwei Tage später.“ Sie verstehe, dass Parkplätze für Einsatzfahrzeuge fünf Tage lang gesperrt werden. „Aber nicht für zweieinhalb Wochen“, sagt Streck. Für sie wirke das willkürlich. Zumal die Parkplätze lange Zeit gar nicht von Einsatzfahrzeugen genutzt worden seien.

Die Münchner Polizei kann das erklären: „Es gibt mehrere Halteverbote mit unterschiedlichen Zeiträumen“, sagt ein Sprecher. Diese werden von der Stadt je nach nötiger Nutzungsdauer festgelegt. Faktoren dafür seien etwa: „Wenn die Stellplätze vor Unterkünften der Einsatzkräfte oder an einer Transferstrecke liegen.“ Eine offizielle Kulanz, dass Autos im Halteverbot stehen dürfen, gebe es nicht. Aber: „Wenn der Wagen unseren Einsatz nicht stört, werden wir ihn nicht abschleppen. Das geschieht nur, wenn es nötig ist“, erklärt der Sprecher.

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