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Spielplatz-Offensive in der Maxvorstadt: BA will Probleme auf den Freiflächen bekämpfen

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Von: Kassandra Fischer

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Der BA wünscht sich weitere Bäume am Sandspielbereich des Spielplatzes an der Blutenburgstraße. Da Mülleimer teils überquellen, soll es zudem künftig größere Behälter geben.
Der BA wünscht sich weitere Bäume am Sandspielbereich des Spielplatzes an der Blutenburgstraße. Da Mülleimer teils überquellen, soll es zudem künftig größere Behälter geben. © Kassandra Fischer

Volle Mülleimer, Glasscherben, Zigarettenstummel und Ratten - Maßnahmen zur Verbesserung der Situation auf Spielplätzen in der Maxvorstadt gefordert.

Maxvorstadt - Ratten an der Luisen-, Raucher an der Blutenburgstraße: Mit aktuellen Problemen auf den Spielplätzen im dritten Stadtbezirk hat sich der Bezirksausschuss (BA) in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt – und dabei einige Maßnahmen zur Verbesserung verabschiedet.

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Probleme auf den Spielplätzen in der Maxvorstadt: Müllproblem an der Blutenburgstraße

Spielplatz Blutenburgstraße: Zigarettenstummel oder zerbrochene Glasflaschen haben auf der Spielfläche nichts zu suchen – da waren sich die BA-Politiker einig. Piktogramme sollen deshalb künftig darauf hinweisen, dort nicht zu rauchen und keinen Alkohol zu trinken. Zudem fordern sie eine häufigere Reinigung sowie größere Mülleimer. Darüber hinaus sollen ein bis zwei Bäume am Sandspielbereich sowie bienenfreundliche Pflanzen die Grünfläche ergänzen. Auch ein weiteres Spielgerät für Kinder zwischen acht und 14 Jahren wäre wünschenswert.

Uneinig war man sich im Gremium darüber, was ein mögliches Toilettenhäuschen am Spielplatz angeht. „Es ist kein Bedarf da“, meinte Gesche Hoffmann-Weiss (SPD) und regte stattdessen an, dass es vielmehr ein Angebot im Kunstareal brauche. Die Diskussion um das stille Örtchen vertagten die Lokalpolitiker vorerst. Sie werden sich im August noch einmal damit beschäftigen.

Probleme auf den Spielplätzen in der Maxvorstadt: Rattenplage an der Luisenstraße

Spielplatz an der Luisenstraße: Schon seit Jahren gibt es eine Rattenplage auf der Anlage nahe des Königsplatzes. „Das ist jammerschade“, bedauert BA-Chefin Svenja Jarchow-Pongratz. Die Fläche sei in der Vergangenheit teilweise vier bis sechs Monate am Stück gesperrt gewesen. „Ein Spielplatz, den wir nicht nutzen können, ist nichts wert“, findet die Grünen-Politikerin.

Bereits im Juni habe der BA Maßnahmen erarbeitet, wie etwa das Entfernen des Hügels, in dem die Tiere vor allem hausen, aber auch häufigere Reinigungen sowie Piktogramme, die darauf hinweisen, alle Essensreste mitzunehmen. Nun hat das Gremium hierzu einen offiziellen Antrag verabschiedet.

Auf Nachfrage erklärt das zuständige Baureferat, dass die Spielfläche regelmäßig, in der Hauptsaison sogar täglich gereinigt werde. „Damit wird insbesondere das Liegenbleiben von Essensresten minimiert, um den Ratten die Nahrungsgrundlage zu entziehen“, erklärt ein Sprecher. Bei Bedarf würden Sonderkontrollen durchgeführt. Eine Rattenbekämpfung würde dann veranlasst, wenn es eine entsprechende Anordnung des Gesundheitsreferates gebe (siehe Kasten).

Probleme auf den Spielplätzen in der Maxvorstadt: Mängel im Maßmannpark

Spielplatz im Maßmannpark: Die kaputte Umrandung am Sandkasten, mangelnde Sauberkeit im Toilettenhäuschen oder ein Tor, das nicht mehr richtig schließt. Auch auf der Spielfläche im Maßmannpark gibt es derzeit kleinere Mängel, die der BA dem Baureferat, Abteilung Gartenbau, bereits auf direktem Wege mitgeteilt hat. „Wir stehen regelmäßig im Austausch“, sagt die BA-Chefin über das Vorgehen. „Es ist ein grundsätzliches Problem, dass wir nicht so viele Flächen für Kinder und Jugendliche haben. Da müssen wir schauen, dass wir die vorhandenen nutzbar halten.“

Infektionsgefahr für Kinder, Schwierigkeiten bei Bekämpfung

Auch das Gesundheitsreferat (GSR) bestätigt auf Nachfrage: Der Spielplatz am Königsplatz war wegen „erheblicher, wiederkehrender Zuwanderung und Einnistung von Wanderratten“ mehrfach gesperrt. Das Gefährliche dabei: „Rattenkot und -urin sind infektiös“, warnt ein Sprecher. „Gerade Kleinkinder, welche überwiegend bodennah agieren, wären bei unterbleibender Sperrung befallener Spielbereiche erheblichen Gesundheitsgefahren ausgesetzt.“

Dass es teilweise länger gedauert habe, bis ein Bekämpfungserfolg eingetreten sei, liege auch am naheliegenden Königsplatz: „In diesem Bereich finden die Tiere nicht nur die ausgelegten Ködermittel, sondern auch nicht konsumierte Nahrungsmittel oder Brotzeitreste, welche durch das hohe Publikumsaufkommen anfallen.“ Hierdurch sinke die Attraktivität der Ködermittel.

Aktuell scheint das GSR das Problem im Griff zu haben: „Derzeit finden am Spielplatz Königsplatz keine Ratten-Bekämpfungsmaßnahmen statt“, so der Sprecher. 

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