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„Tag gegen antimuslimischen Rassismus“ ‒ OB Reiter sendet Signal der Solidarität an Muslime in München

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Von: Jonas Hönle

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OB Dieter Reiter äußerste sich zu den Corona-Impfdosen für die Landeshauptstadt.
OB Dieter Reiter sendet am „Tag gegen antimuslimischen Rassismus“ ein Signal der Solidarität an Muslimen in München. (Symbolbild) © dpa/Matthias Balk

OB Reiter fordert Münchner auf, im Alltag Solidarität mit Muslimen zu zeigen. Was die Stadt gegen antimuslimischen Rassismus unternimmt und wo Betroffene Hilfe finden...

Auch in München gehört Rassismus für viele Muslime und muslimische Einrichtungen immer noch zum Alltag. Menschen werden dabei aufgrund ihrer vermuteten oder tatsächlichen Herkunft oder Religionszugehörigkeit zu einer muslimischen Glaubensrichtung angegriffen und diskriminiert.

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Das zeige unter anderem eine von der Landeshauptstadt in Auftrag gegebene und 2021 veröffentlichte repräsentative Studie, die das Dunkelfeld vorurteilsmotivierter Straftaten („Hasskriminalität“) in München ausleuchtet. Demnach werden etwa Frauen, die Kopftuch tragen, häufig Opfer von rassistischen Übergriffen. 16 Prozent der Opfer von Hasskriminalität in München gaben in der Studie an, einer islamischen Religionsgemeinschaft anzugehören.

Am heutigen „Tag gegen antimuslimischen Rassismus“ sendet Oberbürgermeister Dieter Reiter deshalb ein deutliches Signal der Solidarität an die Münchner Muslimen:

München ist eine vielfältige, bunte und weltoffene Stadt. Wer hier Menschen aufgrund ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen Religion, Hautfarbe oder Herkunft angreift, greift das Fundament unserer demokratischen Stadtgesellschaft an. All denjenigen, die von Ausgrenzung, abwertenden Äußerungen, rassistischen Übergriffen oder gar körperlichen Angriffen betroffen sind, sprechen wir unsere volle Solidarität aus.

OB Reiter

Reiter ruft darüber hinaus alle Münchner dazu auf, sich antimuslimischem Rassismus entschieden entgegenzustellen und im Alltag Solidarität mit Betroffenen zu zeigen.

OB Reiter ruft zu Solidarität mit Muslimen im Alltag auf - Wo Betroffene Hilfe suchen können, was die Stadt unternimmt

In München können Betroffenen bei der städtisch finanzierte Beratungsstelle BEFORE Hilfe suchen

Die kommunalen Maßnahmen gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit koordiniert die städtische Fachstelle für Demokratie. Im Auftrag des Stadtrats entwickelt diese derzeit eine Anti-Rassismus-Strategie, die auch antimuslimischen Rassismus explizit thematisieren werde.

Zudem werde im aktuell durchgeführten „München-Monitor“ Vorurteile und abwertende Einstellungen gegenüber Muslimen und Diskriminierungserfahrungen von Münchner Muslimen untersucht. Dadurch soll antimuslimischen Rassismus strukturiert bekämpft werden können.

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