Online-Veranstaltung

Verlorene Gegenstände aus Bus und Bahn ersteigern – so läuft die MVG-Auktion 

Robert Gräcmann
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Skateboards, Akkuschrauber, Kameras und mehr versteigert das MVG Fundbüro. „Die meisten Sachen sind noch gut in Schuss“, meint Robert Gräcmann, der Leiter des Fundbüros.

Bei der MVG-Auktion werden jährlich lang verlorene Fundstücke an neue Besitzer versteigert. Nach coronabedingter Pause gibt es die Veranstaltung nun online.

  • Am 16. Juni um 11:00 Uhr findet die Online-Auktion des MVG-Fundbüros statt.
  • Unter den 245 Artikeln finden sich unter Anderem Schmuck, Uhren, Kameras und ein Drucker.
  • Angeboten werden nur bereits lange dort befindliche Gegenstände. Auch der Erlös der Versteigerung wird zunächst für die Besitzer aufbewahrt.

Zum ersten, zum zweiten, zum dritten: Seit zwei Jahren hat sie coronabedingt nicht mehr stattgefunden, jetzt ist es wieder soweit: Bei der Auktion des MVG-Fundbüros kommen Gegenstände unter den Hammer, die schon seit langer Zeit auf ihren Besitzer warten. Dieses Mal findet sie jedoch online statt.

„Bieter können sich vorher anmelden und dann per Chat mitsteigern“, erklärt Robert Gräcmann, der Leiter des Fundbüros. Die Gegenstände werden den Bietenden per Kamera vorgestellt.

Hallo hat sich vorab umgesehen: Im Repertoire sind die unterschiedlichsten Sachen vorhanden – von Regenschirmen bis hin zur originalverpackten Kaffeemaschine. Neben Schmuck und Uhren im Wert von Tausend Euro, hat es auch ein Drucker in die Auswahl geschafft. „Uns geht es darum, dass wir die Gegenstände wieder einem Nutzen zufügen. Die meisten Sachen sind noch in Schuss und können noch Jahre verwendet werden“, so Gräcmann.

Insgesamt können 245 Artikel erworben werden. Es bleibt spannend, wie viel Geld für den verlorenen Akkuschrauber oder die zahlreichen Kameras geboten wird.

Auktion der Münchner MVG: Mehrheit der Fundsachen kehrt zu Besitzer zurück - Erlös der Versteigerung wird zunächst aufgehoben

Der Erlös muss drei Jahre auf ein Konto gelegt werden und darf nicht verwendet werden. Denn: „Es kann ja vorkommen, dass sich nach zwei Jahren der tatsächliche Besitzer meldet.“ Sollte der Besitz dann einwandfrei der Person zugeordnet werden können, muss der Erlös dem Besitzer überwiesen werden. „Wir hoffen mit den Einnahmen mindestens auf Null zu kommen. Die Organisation so einer Auktion ist sehr teuer.“

Corona hatte nicht nur Auswirkungen auf die Veranstaltung der Auktion, sondern auch auf die gefundenen Gegenstände. „Aktuell kommen sehr viele Impfpässe, Testzertifikate oder Desinfektionsmittel zu uns.“ Dafür gebe es weniger Schulkinder, die ihre Rucksäcke verlieren. Die Quote der Dinge, die schon vor der Versteigerung wieder bei ihren Besitzern landen, liegt beim MVG-Fundbüro übrigens bei 53 Prozent.

Die Auktion findet am Mittwoch, 16. Juni, um 11 Uhr statt. Anmeldung bis 16. Juni, 10.45 Uhr unter: www.rockmann-industrieauktionen.de/de/00352_fundsachenversteigerung_der_mvg_muenchen/a/347.

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