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Nazarethgemeinde feiert ihren Runden mit großem Fest – dazugehörige Kirche bricht auf in neues Zeitalter

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Von: Katrin Hildebrand

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Pfarrer Rhinow wohnt gleich neben der Nazarethkirche.
Pfarrer Rhinow wohnt gleich neben der Nazarethkirche. © Katrin Hildebrand

Die Nazarethkirche begeht bald ihr 60. Jubiläum mit einem großen Sommerfest. Danach soll die Kirche in das „Haus der Kulturen und Religionen“ umgewandelt werden.

BOGENHAUSEN Für Pfarrer Markus Rhinow ist das Fest auch ein kleiner, vorgezogener Abschied. Zwar ist er weiterhin Seelsorger der evangelischen Gemeinde in Bogenhausen. Doch wie lange ihm seine Nazarethkirche noch bleibt, ist ungewiss. Bald soll sie zum „Haus der Kulturen und Religionen“ umgebaut werden. Nun allerdings feiert sie erstmal ihren 60. Geburtstag. Am Sonntag, 10. Juli, findet von 10 bis 18 Uhr an der Barbarossastraße 3 ein Sommerfest mit Gottesdienst, großer Revue, Konzerten und Kinderprogramm statt.

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Rhinow ist seit dem Jahr 2000 im Amt. Er bezeichnet sich selbst als „Aprilscherz“, da er exakt am 1. April in Bogenhausen anfing. „Einige Mitstreiter und ich, wir haben die Kirche in den vergangenen 20 Jahren stark gemacht“, berichtet er gegenüber Hallo. „Wir haben sie für das Stadtviertel geöffnet, man darf in unserer Kirche zum Beispiel auch tanzen.“ Er selbst ist genauso alt wie das Gotteshaus – 60 Jahre. „Ich habe es vom ersten Moment an geliebt, diese Einfachheit und Klarheit das Baus. Ich selbst hätte die Kirche niemals aufgegeben, aber unsere Strukturen verlangen es.“

Jubiläum der Nazarethkirche: Umwandlung in „Haus der Kulturen und Religionen“ steht bevor

Seit der Fusion mit der Denninger Immanuelkirche vor fast genau zehn Jahren hat die Gemeinde schlichtweg ein Gotteshaus zu viel. Behalten will sie die Immanuelkirche, da diese östlicher und damit günstiger für die neuen Siedlungen der geplanten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme liegt.

Dass die Nazarethkirche bald „Haus der Kulturen und Religionen“ werden soll, macht Rhinow trotz seiner Wehmut stolz. „Es ist so eine gute Idee.“ Im Rahmen des Projekts findet schon jetzt ein interreligiöser Dialog statt. Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen diskutieren, studieren, bilden sich weiter.

Wann der Sakralbau endgültig abgegeben wird, ist noch nicht klar. „In den nächsten Jahren“, sagt der Pfarrer. „Neben der Kirche, wo ich aktuell noch wohne, soll ein Studentenwohnheim für das Religionsprojekt entstehen.“ Seinem Noch-Gotteshaus widmen er und viele Mitstreiter beim Sommerfest am Sonntag eine „Nazareth-Revue“ mit Szenen aus allen Jahrzehnten des Gemeindelebens – seit 1962. Der Eintritt ist frei.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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