Ausschließlich Eigentum geplant

München: Neubau an der Belgradstraße - bald Schwabings Tor zur Innenstadt?

Gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Gebäude soll der geplante 27-Meter-Turm eine Art Tor zur Innenstadt bilden.
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Gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Gebäude soll der geplante 27-Meter-Turm eine Art Tor zur Innenstadt bilden.

Neubaupläne für die Belgradstraße: Während das Projekt von den Experten der Kommission für Stadtgestaltung gelobt wird, gibt es seitens des BA auch Kritik.

  • An der Belgradstraße soll ein Neubau entstehen.
  • Teil davon ist ein 27-Meter-Turm.
  • Die Experten der Kommission für Stadtgestaltung gelobt den Entwurf größtenteils.

SCHWABING-WEST - Gleich am Scheidplatz, dort, wo aktuell noch der Biergarten eines indischen Restaurants zum Draußensitzen einlädt, soll künftig ein L-förmiges Mehrfamilienhaus mit einem 27-Meter-Turm entstehen. Bei der Höhe habe man sich am Gebäude schräg gegenüber orientiert, erklärte Architekt Sascha Arnold bei der Vorstellung des Projekts in der Kommission für Stadtgestaltung. „Es würde eine Art Tor-Situation entstehen, wenn man vom Mittleren Ring in die Innenstadt fährt.“

Neubau an der Belgradstraße - bald Schwabings Tor zur Innenstadt?

Im Erdgeschoss des Wohnhauses an der Belgradstraße 109 sei ein Café geplant, darunter eine Tiefgarage. Als „Highlight“ präsentierte Arnold aber die begrünte Dachterrasse, die als „sozialer Treffpunkt“ fungieren soll – allerdings nur für die Bewohner der rund 42 Wohnungen, die wohlgemerkt alle zum Verkauf vorgesehen sind.

Der Neubau an der Belgradstraße grenzt an ein rund 100 Jahre altes gelbes Bestandsgebäude.

Bauprojekt in Schwabing-West: Experten loben, BA kritisiert

Die Experten lobten den Entwurf größtenteils und hatten wenig anzumerken. Darunter beispielsweise der Wunsch nach einem höheren Erdgeschoss, das sich mehr am rund 100 Jahre alten Nachbargebäude orientiert. Kritisch äußerte sich dafür BA-Vizin, Ingrid Sufi-Siavach: „Wenn die Bäume im Herbst ihre Blätter verlieren, wirkt das Gebäude eher bedrohlich.“ Den BA beschäftigt das Projekt schon länger. Ende 2020 stimmte das Gremium dem Vorbescheid zu, favorisierte dabei allerdings eine niedrigere Variante. Der BA habe den Investor, eine Immobilienfirma aus Wolfratshausen, in der Vergangenheit außerdem zweifach um ein Gespräch gebeten – ohne Erfolg. Immerhin: Die Bäume Richtung Scheidplatz sind durch das Vorhaben nicht in Gefahr. Lediglich zur Veranschaulichung der Visualisierung wurden sie wegretuschiert. Einen Bauantrag gibt es derzeit noch nicht.

Außerdem vom Expertengremium diskutiert: Der Neubau eines Hotels an der Sonnenstraße - dort, wo bislang das Harry Klein ist.

Auch die städtische Wohnungsgesellschaft GWG plant einen Neubau an der Belgradstraße. Dort soll unter anderem ein neues Bürgerbüro entstehen.

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