Naturschützer im Einsatz

Neues Projekt der Obermenzinger „Würmranger“: Eine Oase für Insekten auf 300 Quadratmetern

Noch wuseln hier Mitglieder der „Würmranger“ herum – Corona-konform mit Abstand in kleinen Familiengruppen. Für die Insekten, die bald schon folgen sollen, gelten keinerlei Beschränkungen.
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Noch wuseln hier Mitglieder der „Würmranger“ herum – Corona-konform mit Abstand in kleinen Familiengruppen. Für die Insekten, die bald schon folgen sollen, gelten keinerlei Beschränkungen.

Zwischen Blutenburg und Pasing wird an der Würm eine Insektenoase enstehen. Mit diesem Projekt will die Naturschutzgruppe „Würmranger“ etwas gegen das Verschwinden vieler Insekten tun.

Obermenzing - Kartäusernelke, Nickendes Leimkraut, Ochsenauge: So heißen heimische Futterpflanzen für Insekten und Raupen, die aus der Natur immer mehr verschwinden – und mit ihnen die Falter, Wildbienen und viele andere Arten, die auf diese Nahrungsquellen angewiesen sind.

Eine Entwicklung, die auch vor dem an sich noch artenreichen Würmgrünzug nicht Halt macht. Die „Würmranger“, eine seit Jahren aktive Naturschutzgruppe unter der Leitung von Ursula Schleibner schaut dem nicht tatenlos zu.

Ihr jüngstes Projekt: An der Würm zwischen der Blutenburg und Pasing schaffen sie gerade eine Insektenoase. Auf einem Grünstreifen der Stadt und einer Böschung am dortigen Radweg auf einer Fläche der Bayerischen Schlösserverwaltung entsteht ein rund 300 Quadratmeter großes Refugium für die bedrohten Bestäuber.

Leiterin der Naturschutzgruppe „Würmranger“: Ursula Schleibner.

Rund ein Jahr Vorbereitung liegen hinter Schleibner und ihrer Gruppe aus engagierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Obermenzing und Umgebung.

„Was für diese paar Löcher an Abstimmung mit Ämtern nötig war, ist unglaublich“, sagt die Organisatorin. Mit Löchern sind die Bereiche gemeint, an denen jetzt an ausgewählten Stellen eine eigens zusammengestellte Saatgutmischung verbuddelt wurde.

Um die Pflege werden sich Würmranger mit Unterstützung durch die Stadt kümmern. Nicht zuletzt beziehen sich die Naturschützer bei ihrer Aktion auf die Biodiversitätsstrategie des Referats für Klimaschutz und Umwelt.

„Wir nehmen diesen Auftrag an“, sagt Schleibner. Das bedeutet für sie, sich aktiv für den Schutz der Artenvielfalt einzusetzen und dabei besonders Kinder und Jugendliche, Schulen und Kitas mit einzubeziehen.

ul

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