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Paketpost-Areal in München: Das ist für die Viertelpolitiker besonders wichtig

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Von: Ursula Löschau

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Nachhaltigkeit und möglichst viel Wohnraum: Kernforderungen des BA für das Baugebiet auf dem Paketpost-Areal.
Nachhaltigkeit und möglichst viel Wohnraum: Kernforderungen des BA für das Baugebiet auf dem Paketpost-Areal. © Ursula Löschau

Der BA Neuhausen-Nymphenburg hat für die Bebauung des Paketpost-Areals seine Kernforderungen präsentiert: Mehr Grün- und Freiflächen und bezahlbaren Wohnraum.

Neuhausen - Im Stadtrat steht ein weiterer Schritt zur Bebauung des Paketpost-Areals an der Wilhelm-Hale-Straße an. Voraussichtlich am Mittwoch, 30. März, soll der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung die Verwaltung beauftragen, das Bauleitplanverfahren fortzuführen. Dabei sollen die Ergebnisse des Bürgergutachtens berücksichtigt und die zugrundeliegende Masterplanung überarbeitet beziehungsweise weiterentwickelt werden.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Bebauung des Paketpost-Areals: BA Neuhausen-Nymphenburg nimmt Stellung

Die umstrittenen 155-Meter-Türme bleiben demnach ein Kernpunkt des Konzepts. Ein Ratsbegehren dazu, wie unter anderem von der Bürgerversammlung im Viertel gefordert, ist laut Verwaltung „nicht angezeigt“.

Zu der Beschlussvorlage für den Stadtrat hat der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg jetzt ausführlich Stellung genommen. Was Nachhaltigkeit und Klimaanpassung angeht, stimmt der BA weitgehend zu. Besonders gefällt dem Gremium, dass auf Empfehlung des Bürgergutachtens der Grün- und Freiflächenanteil im Planungsgebiet erhöht werden soll. Der BA resümiert: „Im Gegensatz zur Höhe der Türme ist für die Bürger die soziale und ökologische Nachhaltigkeit von herausragender Bedeutung.“

Ziel müsse „die Erreichung der bestmöglichen Standards und Zertifizierungen sein, um hier mit dem Quartier zukunftsfähige Maßstäbe zu setzen“. Gegen die „Schaffung urbaner Dichte“ hat das Gremium nichts einzuwenden.

Neues Quartier am Paketpost-Areal: BA sieht Verbesserungspotenzial

Bei der Entwicklung eines „nachhaltigen und innovativen, auto­armen Quartiers mit Mobilitätskonzept“ sieht der BA allerdings noch „Weiterentwicklungsbedarf im Masterplan“. Zudem fordert er Realisierungswettbewerbe für die Baufelder – wohlgemerkt: keine Architektenwettbewerbe. Den Entwurfsverfasser Herzog & De Meuron stellt der BA nicht infrage. Dennoch will er für die Hochpunkte mindestens zwei alternative Umsetzungsvarianten vorgestellt bekommen und bei der Auswahl mitreden können.

Auch zur „Findung einer tragfähigen Lösung für den Betrieb der Paketposthalle“ wollen die Viertelvertreter frühzeitig eingebunden werden. „Wichtig ist hier dem BA weiterhin eine Lösung, bei der auch niedrigschwellig Ideen von lokalen Akteuren eingebracht werden können“, heißt es in der Stellungnahme, die bei einer Gegenstimme des Freien Wählers Andreas Staufenbiel beschlossen wurde. Die Mehrheit könnte sich hierfür eine Betriebsgenossenschaft mit Akteuren aus dem Stadtteil vorstellen.

Zukünftiges Paketpost-Areal: Viertelpolitiker betonen Wichtigkeit von bezahlbaren Wohnungen

Größten Wert legt das Gremium bei der gesamten Planung auf die Schaffung von Wohnraum – gerne auch mehr als bisher geplant – und hier auf einen möglichst hohen Anteil an bezahlbaren Wohnungen. Das haben auch die Bürgergutachter im Einklang mit Anträgen der Bürgerversammlung gefordert. Die Akzeptanz gegenüber der gesamten Planung hänge davon ab, dass bei der weiteren Planung auch auf konkrete Wünsche und Forderungen aus der Bürgerschaft eingegangen werde.

In diesem Zusammenhang vermisst das Viertelparlament in der aktuellen Beschlussvorlage die Ergebnisse aus einem Anwohner-Beteiligungsprozess, der etwa parallel zum Bürgergutachten vor allem in Nachbarschafts­treffs in Neuhausen-Nymphenburg stattgefunden hat.

Die nächste von der Stadt geplante Öffentlichkeitsbeteiligung ist eine Erörterungsveranstaltung im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens. Termin dafür soll laut Planungsreferat im zweiten Halbjahr 2022 sein.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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