Kultur- und Bürgerzentrum für Neuhausen endlich betriebsbereit

Licht an für Kultur im Trafo: Start nach zehn Jahren Planungs- und Bauzeit

Ingeborg Staudenmeyer am Eingang zum neuen Kultur- und Bürgerzentrum Trafo an der Nymphenburger Straße 171a
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Der Stadtteilkulturverein unter dem Vorsitz von Ingeborg Staudenmeyer übernimmt jetzt offiziell den Betrieb im Kultur- und Bürgerzentrum Trafo.

Über zehn Jahre Planungs- und Bauzeit für das Kultur- und Bürgerzentrum Neuhauser Trafo an der Nymphenburger Straße haben jetzt ein Ende. Der Betrieb startet jetzt.

NEUHAUSEN Ein Saal plus Foyer mit bis zu 300 Plätzen, vier unterschiedlich große Gruppenräume, ein Bandübungsraum und ein Bistro mit rund 90 Plätzen drinnen und draußen: Das alles steht ab sofort im Kultur- und Bürgerzentrum „Kultur im Trafo“ Vereinen, Künstlern und Bürgern zur Verfügung. Darauf gewartet haben alle lange genug: Planung und Bau dauerten über zehn Jahre (Hallo berichtete).

Stadtteilkulturverein übernimmt offiziell am 1. Oktober - Programm gibt‘s jetzt schon

Am Freitag, 1. Oktober, übergibt die Stadt die Räume nun offiziell an den Stadtteilkulturverein Neuhausen-Nymphenburg als Träger. Der bringt schon seit Anfang September Leben ins Haus: unter anderem mit Vereinsversammlungen und einer Ausstellung zur Hochhausdebatte (s. Kasten).

Der Saal im Erdgeschoss kann inklusive Foyer bis zu 300 Plätze bieten.

„Wir arbeiten jetzt erstmal die Anfragen ab, die wir in den letzten zwei Jahren angesammelt haben“, sagt Vereinschefin Ingeborg Staudenmeyer und erwähnt, dass die Trafo-Eröffnung in dieser Zeit sechsmal verschoben worden sei. Auch jetzt fehle noch so manches: von Computerprogrammen fürs Büro bis zu einer Leuchte auf dem Weg zur Nymphenburger Straße und ein Ticketsystem für Besucher für die Tiefgarage. Doch Staudenmeyer und die Geschäftsführerin von „Kultur im Trafo“, Ariane Champeimont, freuen sich über jede Begegnung unter dem neuen Dach.

Kultur und Bistro im Trafo täglich ab 10 Uhr geöffnet

So ist das Büro anfangs nun montags bis freitags ab 10 Uhr, das Bistro im Trafo unter der Leitung von Pächter Skender Osmani (bisher unter anderem Wirt im „Jagdschlössl“ in Neuhausen) sogar täglich ab 10 Uhr geöffnet. Die Räume werden am Sonntag, 26. September, zum Wahllokal, beherbergen im Oktober zum Beispiel die Neuhauser „Kultüren“ sowie eine Ausstellung der Kunststiftung Hermann Böbel.

Die Geschichtswerkstatt Neuhausen lädt dort zu zahlreichen Vorträgen ein, Chöre proben im Trafo, es gibt Sprach- und Tangokurse. Auch für etliche Weihnachtsfeiern und private Jubiläen sind Saal oder Vereinsräume schon gebucht. Und wenn die Corona-Lage es zulässt, soll der Trafo in der kommenden Saison zur Faschingshochburg mit dem Faschingsclub Neuhausen werden.

Großes Fest für die Bürger erst im kommenden Frühjahr

Ein großes Eröffnungsfest für die Bürger plant Staudenmeyer für „nächstes Frühjahr bei schönem Wetter“, wenn auch der jetzige Probelauf geschafft sei.

Fotos und Diskurs: Hochhäuser als Neuhausens Zukunft?

Hochhäuser: Ist das die Zukunft für Neuhausen?“ Darum geht es in einer Fotoausstellung, die der Stadtteilkulturverein, das Münchner Forum und die Geschichtswerkstatt Neuhausen bis Donnerstag, 23. September, im Foyer von „Kultur im Trafo“, Nymphenburger Straße 171a, zeigen. Geöffnet ist werktags von 10 bis 18 Uhr. Am Dienstag, 21. September, ab 17 Uhr ist ein Workshop mit Schülern geplant, bei dem ein „Jugend forscht“-Preisträger sein Programm zur Berechnung des ökologischen Fußabdrucks von Gebäuden vorstellt.

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