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Bezirksausschüsse machen Druck: Schneller Lückenschluss am Arnulfpark gefragt

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Von: Kassandra Fischer, Ursula Löschau

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Die beiden SPD-Politiker Felix Lang, BA 3, und Seija Knorr-Köning, BA 9, fordern den doppelten Lückenschluss im Arnulfpark.
Die beiden SPD-Politiker Felix Lang, BA 3, und Seija Knorr-Köning, BA 9, fordern den doppelten Lückenschluss im Arnulfpark. © SPD

Lange ist der Neubau im Arnulfpark geplant, jetzt drängen die Lokalpolitiker aus der Maxvorstadt und Neuhausen-Nymphenburg auf einen neuen Nachbarschaftstreff – das ist aber noch eine Frage des Geldes.

Neuhausen - Im Arnulfpark fordern Lokalpolitiker jetzt einen Lückenschluss im doppelten Sinne. Dabei geht es um ein brach liegendes Grundstück an der Erika-Mann-Straße, auf dem bereits seit Jahren ein Neubau mit einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche geplant ist sowie um einen provisorischen Nachbarschaftstreff, der aus allen Nähten platzt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Neubau im Arnulfpark: Lokalpolitiker fordern schnelle Umsetzung mit neuem Nachbarschaftstreff

Höchste Zeit also, „die Lücke in der Bebauung und in der Versorgung zu schließen“, findet Seija Knorr-Köning (SPD), Jugendbeauftragte im BA Neuhausen-Nymphenburg. Felix Lang (SPD), der im Nachbar-BA Maxvorstadt für Sozial- und Bildungsthemen zuständig ist, bekräftigt: „Die Nachfrage an Angeboten ist enorm. Aber für diesen hohen Bedarf ist die bestehende Einrichtung einfach nicht geeignet.“ Gemeinsam machen die beiden Viertelgremien deshalb jetzt Druck.

Das Sozialreferat bestätigt: „Wir stellen fest, dass sich am jetzigen Standort auch Bewohner aus dem Westend an den Angeboten des Nachbarschaftstreffs beteiligen und das Konzept der Bildungsinsel zusätzliche räumliche Kapazitäten erfordert.“ Man gehe davon aus, dass auch die größeren Räume im Neubau gut genutzt würden und ausgelastet wären.

Insgesamt leben derzeit 8803 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren in Neuhausen-Nymphenburg. Hinzu kommen 5899 Kinder unter sechs Jahren. In der Maxvorstadt sind es derzeit 2785 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren. Hinzu kommen 2372 Kinder unter sechs Jahren. (Stand Dezember 2021)

Neubau im Arnulfpark: das sagt die Stadt zum BA-Antrag

Auf SPD-Initiative hin beantragten jetzt beide BAs eine „zeitnahe“ Realisierung des Neubauprojekts im Arnulfpark. Doch wie so oft, ist das alles eine große Geldfrage: Seitens der Stadt heißt es auf Hallo-Nachfrage zwar, dass die Vorentwurfsplanung erarbeitet wurde. Die Finanzierung des Vorhabens sei jedoch noch nicht gesichert.

Derzeit finde eine Priorisierung von Maßnahmen statt, erklärt eine Sprecherin des Kommunalreferats. In diesem Zug würde erst über eine zeitliche Umsetzung des Projekts entschieden werden. Fest steht jedoch: „In Abhängigkeit von der Finanzierbarkeit des Gesamtprojekts ist ein Baubeginn frühestens zum Jahreswechsel 2023/24 möglich.“

Maxvorstadt: Mit offener Einrichtung im Bezirk Angebot für Jugendliche schaffen

In der nächsten Sitzung des Maxvorstädter BA soll es erneut um den jüngeren Teil der Viertelbevölkerung gehen. Die CSU will einen Antrag für eine offene Einrichtung für Jugendliche in der östlichen Maxvorstadt einbringen. Bei dem Vorstoß beruft sich Antragsteller Michael Laub vor allem auf eine Umfrage des Allparteilichen Konfliktmanagements in München (siehe Kasten).

Laub schwebt dabei ein Angebot im Umgriff zwischen Arcis-, Adalbert- und Veterinärstraße, der westlichen Grenze des Englischen Gartens und Gabelsberger/Von-der-Tann-Straße vor. „Sollte die Maßnahme realisiert werden, soll die Einrichtung nach dem kürzlich verstorbenen Wimmelbuch-Erfinder und ehemaligen Anwohner der Türkenstraße, Ali Mitgutsch, benannt werden“, heißt es im Antragstext zudem. 

„Lounge Container“ am Hirschgarten: BA Neuhausen setzt sich für Jugendtreff ein

Gleichzeitig bemüht sich der Neuhauser BA um Soforthilfe: Im Bereich der großen Skateanlage am südlichen Rand des Hirschgartens soll ein sogenannter „Lounge Container“ als Treffpunkt für junge Leute aufgestellt werden. Jugendliche selbst haben diesen Standort vorgeschlagen. Das Baureferat prüft derzeit die Realisierungsmöglichkeiten. „Jetzt geht es ‚nur‘ noch um die Finanzierung“, sagt Rudolf Stummvoll (Grüne). Der Vorsitzende des Sozialausschusses hofft, dass die nötigen Mittel bis zum Frühjahr bereitgestellt werden können.

Pandemie erfordert mehr Flächen für junge Münchner

In der Maxvorstadt und in Neuhausen-Nymphenburg wurden in den vergangenen Sommern regelmäßig Konfliktmanager des Allparteilichen Konfliktmanagements in München (AKIM) in den Abend- und Nachtstunden an belebten Plätzen eingesetzt. Leiterin Brigitte Gans zieht hierzu ein Fazit: „Gerade in Zeiten der Corona-Beschränkungen braucht es insgesamt mehr Räume, die von Jugendlichen möglichst selbstbestimmt genutzt werden können: geschlossene Räume und Orte im öffentlichen Raum.“ Freiflächen, die jungen Menschen offenstehen, müssten derweil auch nicht bis ins letzte Detail geplant und bespielt werden. „Viel wichtiger ist es, dass sie durch Jugendliche und junge Erwachsene frei genutzt und angeeignet werden können.“ 

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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