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Radweglücke unter der Donnersbergerbrücke ‒ kommt es zur Enteignung?

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Von: Ursula Löschau

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Radfahrer wie Wiebke Hederich fordern eine sichere Wegführung unter der Donnersbergerbrücke.
Radfahrer wie Wiebke Hederich fordern eine sichere Wegführung unter der Donnersbergerbrücke. © Ursula Löschau

BA fordert von Stadt und CA Immo eine rasche Lösung für Radweglücke unter der Donnersbergerbrücke – Anwohnerin sorgt sich um Sicherheit für Kinder am Schulweg.

Neuhausen - Die Geduld vieler Bürger und der Viertelpolitiker in Neuhausen-Nymphenburg ist erschöpft: Noch immer weist eine der wichtigsten Radwegverbindungen vom Münchner Westen zum Hauptbahnhof und zurück eine Lücke auf. Und das ausgerechnet am ÖPNV-Knoten Donnersbergerbrücke.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Radweglücke unter der Donnersbergerbrücke: Bürgerin sieht Enteignung als mögliche Lösung

Weil das auch den Schulweg zahlreicher Kinder zur Grundschule an der Helmholtzstraße im Arnulfpark betrifft, drängt Anwohnerin Wiebke Hederich (39) in einem Antrag an den BA, jetzt endlich zu handeln – notfalls auch mittels Enteignung. „Die Situation unter der Donnersbergerbrücke ist schon seit Jahren inakzeptabel und sollte jetzt mit Mut bewältigt werden, bevor auf dem Parkplatz noch jemand zu Schaden kommt“, sagt sie.

Ab hier wird es für Radfahrer schwierig. In der Regel schlängeln sie sich zwischen den parkenden Autos durch.
Ab hier wird es für Radfahrer schwierig. In der Regel schlängeln sie sich zwischen den parkenden Autos durch. © Ursula Löschau

Beim Viertelgremium läuft sie damit offene Türen ein. Auch der BA findet die Situation „unhaltbar“. Radfahrer oder Mütter mit Kinderwägen seien gezwungen, sich „auf dem Parkplatz zwischen den Autos durchzuschlängeln“. Deshalb hat das Gremium vor einigen Jahren schon selbst beim Grundstückseigentümer CA Immo vorgefühlt.

Radweglücke unter der Donnersbergerbrücke: Stadt und CA Immo sehen Verkauf als Lösung

Damals habe die Stadt wegen der bevorstehenden Komplettsanierung der Donnersbergerbrücke kein Kaufinteresse gezeigt, antworten die Bürgervertreter auf Hederichs Appell. Einstimmig fordern sie die Stadt nun erneut auf, das nötige Grundstück zu kaufen oder übergangsweise anzumieten, „um endlich eine dauerhafte und verkehrssichere Querung für Fußgänger und Radfahrer schaffen zu können.“

Gespräche mit dem Eigentümer sind laut Maren Kowitz, Sprecherin des Kommunalreferats, auch schon im Gange: „Die CA Immo kennt das Erwerbsinteresse der Stadt München. Sie hat die grundsätzliche Bereitschaft zur Veräußerung der Fläche signalisiert.“ Das städtische Bewertungsamt kläre derzeit Faktoren wie die Wertfestlegung der Fläche sowie sogenannte Dienstbarkeiten. Dann könne ein Kauf­angebot unterbreitet werden.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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