Das ist für sie Bürgerpolizei

München: Das ist Neuhausens neue Polizei-Chefin 

Neuhausens neue Polizeichefin Gabriele Sturz ist begeisterte Hob­bygärtnerin. Kein Wunder, dass sie sich über die Bienenstöcke auf dem Dach der PI an der Landshuter Allee sehr freut.
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Neuhausens neue Polizeichefin Gabriele Sturz ist begeisterte Hob­bygärtnerin. Kein Wunder, dass sie sich über die Bienenstöcke auf dem Dach der PI an der Landshuter Allee sehr freut.

Gabriele Sturz hat die Leitung der Inspektion Neuhausen an der Landshuter Allee übernommen. Wo sie davor war und was für sie Bürgerpolizei bedeutet, erzählt sie in Hallo.

Neuhausen - Die 152 Mitar­beiter der Polizeiinspektion Neu­hausen (PI 42) haben eine neue Chefin. Und das ist eine Pre­miere.

Denn mit Gabriele Sturz (55) steht erstmals eine Frau an der Spitze einer der größten Inspektionen im Zustän­digkeitsbereich des Polizeipräsidiums München. Eine Frau, die gerne Neues kennenlernt und Langeweile nicht mag.

In den vergangenen sieben Jahren leitete Sturz das Kriminalfachdezernat für „Zentrale Ermittlungen, Diebstahl und Ausländerkriminalität“ im Polizeipräsidium München. In diese Zeit fiel unter anderem der Anschlag am OEZ.

„Daraufhin wurde damals der Einsatzabschnitt Betreuung neu gebildet. Dort kümmert man sich nach einem solchen Ereignis nicht nur um die Betreuung der eigenen Mitarbeiter, sondern auch um Betroffene außerhalb der Polizei“, berichtet sie von einem der Schwerpunkte, die ihr zuletzt sehr am Herzen lagen.

Davor sammelte sie von 2008 bis 2014 Erfahrungen als Leiterin einer kleineren Münchner Inspektion. Konkret: Sie war Chefin der PI 15 Sendling und sagt: „Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.“ Aber auch die Jahre bei der Kriminalpolizeiinspektion München, wo sie zunächst im mittleren Dienst begonnen hat, möchte die 55-Jährige nicht missen.

„ Langweilig war’s noch nie.“

Nach Lehrgang und Studium erreichte sie 2005 den höheren Dienst und übernahm Leitungsaufgaben in verschiedenen Bereichen. „Das ist eine der Besonderheiten im Polizeiberuf, die ich sehr schätze: Man kann immer wieder etwas Neues machen, ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen“, sagt sie lachend.

Ein Anreiz, der Sturz als 21-Jährige auch zur Polizei gebracht hat. „Ich habe vorher Bürokaufmann gelernt. Aber das war mir einfach zu langweilig. Damals dachte ich mir, bei der Polizei passiert dir das nicht. Und das stimmt. Langweilig war’s noch nie.“

Jetzt heißt es also einarbeiten in die Besonderheiten und Belange eines Stadtbezirks mit über 100 000 Einwohnern. „So eine große Dienststelle hatte ich noch nie. Das ist wirklich eine enorme Herausforderung“, gesteht die Neuhauser Polizeichefin und betont: „Das Team der PI 42 ist einfach super. Da spürt man die gute Arbeit meiner Vorgänger.“

Diese Arbeit will sie fortsetzen und „die Sicherheitslage in Neuhausen-Nymphenburg auf ihrem hohen Niveau halten“. Dabei setzt Sturz auch auf eine enge Zusammenarbeit mit anderen örtlichen Stellen wie dem Bezirksausschuss, wo sie sich kürzlich vorgestellt hat.

„Man muss miteinander reden, an einem Strang ziehen und für den Einzelnen ebenso Ansprechpartner sein wie für die Institutionen. Das verstehe ich unter Bürgerpolizei.“

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