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Pflanze vor Neuhauser Lokal wird Streitobjekt: Wirtepaar ringt mit Stadt um Erhalt

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Von: Ursula Löschau

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Vor ihrem Lokal rankt sich ein Knöterich. Um diese Pflanze kämpfen jetzt Marco Elgas und 
Natalia Antosz.
Vor ihrem Lokal rankt sich ein Knöterich. Um diese Pflanze kämpfen jetzt Marco Elgas und Natalia Antosz. © ul

Schützend stellen sich das Wirtepaar des Lokals „Malzraum“, vor die Knöterich-Ranke in ihrem Schanigarten. Das Baureferat hat angekündigt die Pflanze im Herbst zu beseitigen. Doch es scheint Hoffnung zu geben.

Neuhausen - Eine Knöterichpflanze an der Artilleriestraße 5 ist zum Streitobjekt geworden. Sie rankt vom Baumgraben über den Gehweg bis zur Hausmauer und begrünt den Schani­garten des dortigen Lokals „Malzraum“.

Dessen Wirtepaar Marco Elgas und Natalia Antosz ist deshalb entsetzt, dass das Baureferat in den vergangenen Wochen mehrfach angekündigt hat, die Pflanze in diesem Herbst zu beseitigen. „Dabei schadet sie doch keinem, im Gegenteil. Sie macht das Stadtbild schöner“, findet der Pächter.

Als er das Lokal vor zwölf Jahren übernommen hat, sei der Knöterich schon ein schöner Hingucker gewesen. Sein Vor-Vorpächter habe ihn gepflanzt. „Mindestens 15 Jahre lang hat die Pflanze niemanden gestört“, sagt Elgas.

Hauptproblem ist wohl die Straßenlaterne, an der die weißblühende Ranke hochgewachsen ist. Einmal sei diese fast überwuchert worden. „Das geht natürlich nicht. Wir haben die Lampe freigemacht und werden die Pflanze auch in Zukunft zurückstutzen, wenn es nötig ist“, verspricht der Wirt.

Mindestens 15 Jahre lang wächst der Knöterich schon.
Mindestens 15 Jahre lang wächst der Knöterich schon. © ul

Das hat dem Baureferat bisher zumindest aber nicht genügt. In einem regen E-Mail-Briefwechsel teilt die Stadt unter anderem mit, dass der Bewuchs die Korrosion des Lichtmasten erhöhe, die Wetterstandfestigkeit gefährde und Einfluss auf den Leuchtkörper haben könne.

Werde die Helligkeit reduziert, entstünden Gefahren für die Bürger. Konkret führt das Baureferat „stolpern, fallen, aber auch Überfälle durch dunkle Stellen“ an.

Doch nun scheint es Hoffnung zu geben. Auf Hallo-Anfrage teilt das Baureferat mit, man wolle „die Begrünung beziehungsweise den Erhalt des Knöterichs unterstützen“.

Gemeinsam mit dem Lokalbetreiber und dem Hauseigentümer werde aktuell nach Möglichkeiten gesucht. Elgas setzt darauf, denn: „Kaputt gemacht ist der Knöterich schnell. Bis so eine Pflanze gewachsen ist, dauert es lange.“

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