Ein Mord mit Maske

Neuhauserin wird für Literaturpreis Seraph nominiert

Ob Roxane Bickers Roman mit dem Literaturpreis Seraph der Phantastischen Akademie ausgezeichnet wird, erfährt die Autorin am Donnerstag, 27. Mai, auf der Leipziger Buchmesse.
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Ob Roxane Bickers Roman mit dem Literaturpreis Seraph der Phantastischen Akademie ausgezeichnet wird, erfährt die Autorin am Donnerstag, 27. Mai, auf der Leipziger Buchmesse.

Allein schon die Nominierung ist für Roxane Bicker aus Neuhausen eine große Ehre. Wie die Museumspädagogin Autorin wurde und von was ihr Buch handelt.

Neuhausen - „Inepu“ wird für Roxane Bicker (44) immer eine besondere Bedeutung haben: Es ist ihr erster Roman – und der wurde prompt für den renommierten Literaturpreis Seraph in der Kategorie „Bestes Debut“ nominiert.

„Allein das ist schon eine Auszeichnung und ganz toll“, freut sich die Neuhauserin. Dazu kommt, dass die Ägyptologin und Museumspädagogin in dieser fantastischen Krimigeschichte aus München alles miteinander verbinden konnte, was sie fasziniert: die Liebe zur Geschichte, speziell zur Ägyptologie, zum Museum und zur Fantastik.

1889: In der Glyptothek wird der Kurator ermordet aufgefunden, drapiert wie eine altägyptische Mumie. Zudem ist eine mysteriöse Maske verschwunden, die den Totengott Anubis darstellt.

Und all das wenige Tage vor der Eröffnung einer wichtigen Ausstellung. Um Aufsehen zu vermeiden, schickt der Museumsdirektor zwei Privatermittlerinnen auf die Suche nach Mörder und Maske. Für den Leser beginnt damit eine fantastische und spannende Zeitreise.

Wie die Ägyptologin zum Schreiben kam

„Die Geschichte spielt komplett im heutigen Kunstareal“, verrät die Autorin. Die Schauplätze hatte und hat sie auf ihrem Arbeitsweg ins Ägypische Museum täglich vor Augen. Recherchen unter anderem im Stadtmuseum sorgten für „historische Korrektheit“.

Entstanden ist der Roman im Wesentlichen zwischen 2016 und 2020. Und weil die Geschichte damit „noch nicht auserzählt ist“, wie Bicker sagt, hat sie gleich noch einen zweiten und dritten Band angehängt. Teil zwei, „Aset“, ist Ende letzten Jahres erschienen, der Abschluss der Trilogie ist für diesen November geplant – Herausgeber ist jeweils der Hybrid Verlag.

Geschrieben hat die 44-Jährige übrigens schon immer gerne. „Ich stamme aus einem bibliophilen Haushalt“, sagt sie. „Aber ich habe nie etwas zuende geschrieben.“

Das änderte sich, als eine Kinderbuchautorin bei ihr im Museum für ein Projekt recherchierte und damit Bickers Liebe zum Schreiben wieder erweckte. Heute kann sie gar nicht mehr damit aufhören.

Neben der Trilogie, die mit „Inepu“ beginnt, arbeitet die Autorin an einer weiteren Reihe unter dem Titel „Gezeitenwechsel“ und ist Vorsitzende des Vereins „Münchner Schreiberlinge“, der bereits mehrere Sammlungen mit Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren herausgebracht hat.

„Inepu – Die Herren des Schakals“, 264 S., Hybrid Verlag, www.roxanebicker.com.

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