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Anwohner wollen Einkaufen ohne Plastik in München fördern – Standort gesucht

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Von: Benedikt Strobach

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In Unverpackt-Läden kann etwa Müsli selbst abgefüllt werden.
In Unverpackt-Läden kann etwa Müsli selbst abgefüllt werden. © Sina Schuldt/dpa

Unverpackt-Läden sollen in den Münchner-Norden kommen. Die Geschäfte verzichten dabei durch fehlende Verpackungen größtenteils auf Plastik - ein Konzept, das einige Anwohner unterstützen.

MÜNCHEN-NORD „Unverpackt, ökologisch, regional, fair gehandelt einkaufen: Das ist die Idee, der wir nachgehen möchten“, erklärt Sebastian Marquardt. Gemeinsam mit Barbara Resch, Miluse Woolley und Stephan Schwerd sowie drei weiteren Haushalten – alle aus Feldmoching, der Fasanerie, der Lerchenau oder Moosach – sucht der 34-Jährige einen Standort für einen neuen verpackungsfreien Laden im Münchner Nordwesten.

Ihr Ziel: „Klimagerechtigkeit durch kurze Lieferwege und weniger Müll, weil es keine Plastiktüten gibt“, sagt Schwerd.

In Unverpackt-Läden kann man Lebensmittel selbst abfüllen. Ein solches Geschäft will auch das Team um (von links) Sebastian Marquardt, Barbara Resch, Miluse Woolley und Stephan Schwerd gründen.
In Unverpackt-Läden kann man Lebensmittel selbst abfüllen. Ein solches Geschäft will auch das Team um (von links) Sebastian Marquardt, Barbara Resch, Miluse Woolley und Stephan Schwerd gründen. © Benedikt Strobach

Neuer Unverpackt-Laden im Norden: Standortsuche läuft

In dieser Art von Geschäften werden Einkäufe nicht in Plastiktüten gepackt. Stattdessen können die Menschen ihre Behältnisse selbst mitbringen und Einkäufe selbst abfüllen. Es entsteht so deutlich weniger Müll.

„Ein solches Angebot fehlt hier noch“, erklärt Woolley. Die Idee kam Marquardt Mitte dieses Jahres, nachdem er den Unverpackt-Laden in Laim besucht hatte. Seither arbeite er mit seinem Team an der Umsetzung.

Derzeit befinde man sich auf Standortsuche. „Der Raum soll in unseren Vierteln liegen und über mindestens 100 Quadratmeter Fläche verfügen. Zudem muss er gut angebunden und erreichbar sein“, sagt Resch.

Info-Abend in Moosach am 17. November geplant

Um diese Idee umzusetzen, möchte die Gruppe nun eine Genossenschaft gründen. „Wir sind auf der Suche nach Unterstützung, vor allem im kaufmännischen oder juristischen Bereich“, sagt Marquardt. Zudem benötige man noch drei Aufsichtsräte und zwei Vorstandsmitglieder. Aber auch allgemein seien interessierte Unterstützer gern gesehen.

Deshalb lädt das Team am Mittwoch, 17. November, in der Freizeitstätte „Boomerang“, Pelkovenstraße 128, zu einem Info-Abend ab 19.30 Uhr. Tipps zu Gründung oder Standort können zudem unter der E-Mail Adresse unverpacktmuenchen@web.de an das Team geschickt werden.

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