Dicke Luft

Notdurft und Rauch: Anwohner haben von Westpark-Grillern die Nase voll und fordern Luftmessstationen

Feuer frei: Wenn im Westpark die Grills angeheizt werden, steigen die Anwohner regelmäßig auf die Barrikaden.
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Feuer frei: Wenn im Westpark die Grills angeheizt werden, steigen die Anwohner regelmäßig auf die Barrikaden.

Das Grillen im Westpark nervt die Anwohner. Sie beschweren sich über den Rauch und das die Notdurft vor den Gärten verrichtet wird. Jetzt wollen sie Luftmessstationen installieren.

  • Ärger über das Grillen im Westpark.
  • Anwohner beschweren sich über Rauch und Notdurft vor den Gärten.
  • Jetzt sollen Luftmessstationen installiert werden.

Alle Jahre wieder: Wenn im Westpark gebrutzelt wird und der Rauchteppich zu den Anwohnern zieht, führt das sprichwörtlich zu dicker Luft. In der Mai-Sitzung des Bezirksausschusses beklagte sich eine Anrainerin der Siegenburgerstraße über die Griller. Sie und die Nachbarn könnten die Fenster nicht öffnen, nicht mehr frei atmen, zu belastend sei die Rauchwolke.

Name und Foto möchte die Anwohnerin nicht in der Zeitung sehen, da sie sich vor Angriffen fürchtet – man sei schon öfter aneinander geraten. Sie kritisiert, dass sich Parkbesucher oftmals nicht an Regeln – wie nur in den ausgewiesenen Zonen zu grillen – halten würden. Die Feuerstellen würden bereits früh morgens reserviert werden, die Notdurft vor den Gärten der Nachbarn verrichtet.

Notdurft in Gärten und Rauch bei Grillen im Westpark - Anwohner sind genervt und fordern Luftmessstationen

Am liebsten wäre es ihr, wenn das Grillen im Westpark gänzlich untersagt würde. Da die Parkbesucher Corona-bedingt sowieso seit einem Jahr nicht brutzeln dürfen, sei ihrer Ansicht nach jetzt der beste Zeitpunkt, um endlich ein Verbot durchzusetzen.

Das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz gibt der Anwohnerin Hoffnung. Sie fordert, dass an verschiedenen Stellen im Westpark Luftmessstationen installiert werden: „Ich bin mir sicher, dass die Ergebnisse der Messstationen die gesundheitliche Gefährdung der Anwohner bestätigen.“ Zudem appellierte sie für strengere Kontrollen.

Die Lokalpolitiker sagten zu, die Problematik im Unterausschuss Parks & Grünanlagen zu behandeln. Und auch den Sicherheitsdienst, der in den Sommermonaten im Westpark patrouilliert, werde man erneut für das Thema sensibilisieren.

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