Sicherheit vor Kita

Obermenzing: Kita-Eltern und BA fordern Verkehrsberuhigung am Sanderplatz

Anaïs Soujon, stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende der Kita am Sanderplatz, fordert für die Kinder der Einrichtung einen sicheren Weg über die Straße direkt vor der Haustür.
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Anaïs Soujon, stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende der Kita am Sanderplatz, fordert für die Kinder der Einrichtung einen sicheren Weg über die Straße direkt vor der Haustür.

Kita-Eltern und BA fordern am Sanderplatz in Obermenzing einen verkehrsberuhigten Bereich vor einem Kindergarten. Was die Stadt dazu sagt.

Obermenzing - Die Eltern der Kindertagesstätte am Sanderplatz wünschen sich einen verkehrsberuhigten Bereich in der Straße vor dem Kindergarten.

Das wäre sowohl sicherer für die Kinder als auch angenehmer für die Anwohner, die ihre Autos an der Straßenseite parken, erklärt Thomas Köck, Vorsitzender des Elternbeirats der Kita am Sanderplatz. Jedes Jahr gebe es dort eine Elternumfrage, bei der der Wunsch nach mehr Sicherheit schon seit längerem Dauerbrenner sei.

Deswegen hat Köck jetzt im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing einen verkehrsberuhigten Bereich für den Straßenabschnitt vor dem Kindergarten beantragt. Das Gremium unterstützt das Anliegen der Eltern und hat es zur Prüfung an die Stadt weitergeleitet.

Das Hauptproblem: Vor der Kita gibt es beidseitig keinen Gehsteig. „Die Kinder kommen aus dem Kindergarten und stehen dann sofort auf der Straße“, schildert Köck. „Und die Leute heizen hier teilweise ganz schön durch“, fügt Anaïs Soujon, stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende, noch hinzu.

Vorsitzende des Elternbeirats der Kita am Sanderplatz: Anaïs Soujon und Thomas Köck.

Trotz Tempo-30 und „Achtung Kindergarten“-Schild, das an beiden Straßenenden dazu anhält, langsamer zu fahren. So ergeben sich für die Kinder, wenn sie morgens gebracht oder nachmittags abgeholt werden, häufig gefährliche Situationen.

„Glücklicherweise ist noch nichts Schlimmes passiert, das ist für mich aber ein Wunder. Wir hören immer wieder von brenzligen Situationen“, merkt Soujon an. Kurzzeitig hätten die Eltern schon Warnkegel mit „Vorsicht spielende Kinder“ vor dem Grundstück aufgestellt, das habe aber nicht zum gewünschten Effekt geführt.

Laut Stadt nur mit Umbau machbar

Für die beiden Eltern ist deshalb klar: Ein verkehrsberuhigter Bereich vor dem Kindergarten wäre dringend notwendig. Christina Warta vom Mobilitätsreferat sieht dafür allerdings kaum Chancen.

Ein verkehrsberuhigter Bereich könne nur in Straßen ausgewiesen werden, in denen „der Straßenraum durch seine besondere Gestaltung den Eindruck vermittelt, dass die Aufenthaltsfunktion überwiegt und der Fahrzeugverkehr eine untergeordnete Bedeutung hat“, erklärt die Sprecherin auf Hallo-Anfrage.

Die Fahrbahnen am Sanderplatz entsprächen nicht diesen Voraussetzungen, was bedeute, dass ein verkehrsberuhigter Bereich nur nach einer aufwändigen Umgestaltung des Straßenraums möglich wäre.

Unter anderem müssten gekennzeichnete Stellplätze für Autos und Gestaltungselemente zur Sicherung der Aufenthaltsflächen entstehen. Der Antrag von BA und Eltern werde nun geprüft.

kko

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