Aus der Bürgerversammlung

Nur noch Busse auf der Kanalbrücke? - Diese Themen beschäftigen die Bürger aus Obermenzing

Radfahrer und Fußgänger sollen die Würmkanalbrücke in der Frauendorferstraße sicherer queren können.
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Radfahrer und Fußgänger sollen die Würmkanalbrücke in der Frauendorferstraße sicherer queren können.

In der jüngsten Bürgerversammlung in Obermenzing ging es unter anderem um eine Verkehrsberuhigung der Kanalbrücke, sowie um betreutes Wohnen.

Obermenzing - Geht es nach der Bürgerversammlung für Obermenzing, könnte die Würmkanalbrücke in der Frauendorferstraße für den Individualverkehr gesperrt werden.

Antragsteller Willi Schneider verfolgt damit das Ziel, die Fuß- und Radwegverbindungen zwischen dem Durchblickpark und dem Park hinter der Schlossmauer „gestalterisch zu verbessern und sicherer zu machen“.

Dazu soll die Brücke „möglichst nur noch für den Busverkehr durchlässig sein“, heißt es in dem Antrag, der von den Obermenzinger Bürgern einstimmig angenommen wurde. In der Pasinger Bürgerversammlung vor einigen Wochen war Schneider mit seiner Initiative gescheitert.

In einem zweiten Antrag will er für die Frauendorferstraße eine Verkehrsberuhigung wie in der Meyerbeer-/Offenbachstraße mit einem Durchfahrtsverbot für Lkw, „das auch eingehalten wird“.

Willi Schneider ist für eine Sperrung der Würmkanalbrücke für den Individualverkehr.

Denn: „Jetzt weichen viele Lastwagenfahrer in die Frauendorferstraße aus.“ Dort besteht zwar auch eine Beschränkung für den Schwerlastverker. Die würde ohne regelmäßige Kontrollen ständig missachtet, hat Schneider beobachtet.

Als zusätzliches Hindernis will er deshalb eine Höhenbegrenzungssperre für Lkw im Bereich der Brücke – ähnlich wie bei Autobahnparkplätzen. Dies wurde von der Bürgerversammlung ebenfalls unterstützt.

Weitere Wünsche der Bürger

Im Viertel an der Pagodenburgstraße fehlen Spielangebote für Kinder. Das soll sich ändern. Zudem wurde beantragt, das Tempo auf der Amalienburgstraße in beiden Richtungen einheitlich auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren.

Einstimmig forderte die Bürgerversammlung ein Verkehrskonzept für den Münchner Westen, konkret für die Stadtbezirke 21, 22 und 23. Antragsteller Helmut Rothballer von der Interessengemeinschaft Alte Allee/Bergsonstraße wies darauf hin, dass er dasselbe schon vor fünf Jahren beantragt hatte. Bisher ohne Ergebnis. Eine Sprecherin des Mobilitätsreferats berichtete, dass ein Konzept bereits in Arbeit sei.

Seniorenwohnen an der Bauseweinallee 8: Nach dem BA unterstützt jetzt auch die Bürgerversammlung Obermenzing diesen Wunsch aus dem Seniorenbeirat. In drei Gebäuden sollen dort 200 Betten für wohnungslose Familien geschaffen werden. Der Antrag zielt darauf ab, dass eines der Häuser für betreute Wohnformen für Ältere konzipiert wird.

Keine Hochhäuser sollen die Sichtachsen von den Schlössern Blutenburg und Nymphenburg stören. Auch das hat die Bürgerversammlung beschlossen und damit gegen die geplanten 155-Meter-Türme auf dem Paketpostareal votiert.

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