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Neubaugebiet Dreilingsweg: Viel Grün und Verkehrslösungen gefordert

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Im und um das geplante Neubaugebiet am Dreilingsweg soll auch nach einer Bebauung viel Grün vorherrschen.
Im und um das geplante Neubaugebiet am Dreilingsweg soll auch nach einer Bebauung viel Grün vorherrschen. © gis-fotografie

Jetzt nehmen die Bezirksausschüsse 21 und 22 sowie Bürger Stellung zu den Plänen am Dreilingsweg. Dort sollen 950 Wohnungen, ein Gymnasium, Sport- und Spielplätze entstehen.

Obermenzing Durchgehender Zehn-Minuten-Takt der S-Bahn, Landschaftsparks, ein Jugend­treff und eine Turnhalle – die beiden betroffenen Bezirksausschüsse 21 (Pasing-Obermenzing) und 22 (Aubing-Lochhausen-Langwied) haben nach der Vorstellung der Pläne für das neue Quartier Dreilingsweg eine Reihe von Forderungen an die Stadt gestellt. Auch von den Anwohnern kommen konkrete Ansagen.

Bau der Zweiten Stammstrecke verschlechtert S-Bahn-Takt noch

Ein Problem für die Viertelpolitiker ist die Erschließung durch den öffentlichen Nahverkehr. Die S-Bahnen seien bereits heute überfüllt, der Takt verschlechtere sich jedoch nach dem Bau der Zweiten Stammstrecke sogar von zehn auf 15 Minuten. Die BAs fordern daher einen ganztägigen Zehn-Minuten-Takt. Zudem soll eine zusätzliche Haltestelle des Busses X80 an der Mühlangerstraße geprüft werden.

Schutz der Langwieder Haide und Landschaftsparks auf angrenzenden Feldern

An das geplante Neubaugebiet angrenzende Felder sollen mit Bäumen bepflanzt und zu Landschaftsparks aufgewertet werden. Gebäuderiegel lehnen die Viertelpolitiker ab, damit die Luftströme aus der Langwieder Haide nicht gestört werden und die Durchlüftung gewährleistet bleibt. Die Bebauung soll beispielsweise durch Nutzung von Holz klimaneutral sein. Die Dächer und Fassaden sollen begrünt werden. Der Schutz der Langwieder Haide müsse eine besonders hohe Priorität haben.

Lokalpolitiker fordern ganztägig nutzbare Sportflächen

Auch bei der sozialen Infrastruktur sehen die Lokalgremien Verbesserungsbedarf: Es müsse mindestens eine Dreifachturnhalle sowie einen Jugendtreff geben. Bei der Sportflächen-Planung sei zu beachten, dass Vereine und Freizeitsportler ganztägig darauf spielen können. An der Paul-Gerhardt-Allee in Pasing beispielsweise ist das aus Lärmschutzgründen nicht möglich. Darüber hinaus müssten frühzeitig ein Nahversorger und Unterflurcontainer zur Müllentsorgung errichtet werden.

Anwohner warnen vor steigender Lärmbelastung an der Bergsonstraße und Alten Allee

Der BA Pasing-Obermenzing griff zudem eine Forderung der Interessengemeinschaft (IG) Alte Allee/Bergsonstraße auf: Die Stadt soll untersuchen, ob der zusätzliche Verkehr durch das neue Quartier die Lärmbelastung für den Bestand erhöhe. Die IG kritisiert die Verkehrsplanung scharf. Dass die Stadtplaner davon ausgehen, dass der Großteil die Straße „An der Langwieder Haide“ nutzt, können der Vorsitzende Helmut Rothballer und seine Mitstreiter nicht nachvollziehen. Die meisten Fahrer würden nach Pasing oder über die Verdistraße stadteinwärts fahren wollen. Am schnellsten gelangten sie über die Bergsonstraßeund die Alte Allee dorthin. Das würde zu einer weiteren Lärmsteigerung für die Anwohner führen.

Diese würden in naher Zukunft durch Freiham und die geplante Kulturstätte im ehemaligen Heizkraftwerk an der Bergsonstraße sowieso schon zusätzlich belastet. Die IG fordert, die Mühlangerstraße durch eine neue Verbindungsstraße an den Kreisel am Ende der A8 anzuschließen.

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