Kreative Zwischennutzung in Obersendling ab dem Frühjahr

Kunst und Kultur: Das sind die Pläne für’s Betonwerk

In der großen Halle sollen künftig kleine Konzerte oder Theaterauftritte stattfinden.
+
In der großen Halle sollen künftig kleine Konzerte oder Theaterauftritte stattfinden.

Die Eröffnung der Zwischennutzung „Sugar Mountain“ auf dem Gelände des Katzenberger Betonwerks verzögert sich wegen der Pandemie – was dort entstehen soll

Update, 8. April:

Verzögerung der Eröffnung aufgrund von Corona

Obersendling - Bis die Brache an der Helfenriederstraße bebaut wird, entsteht ein Ort für Kunst, Kultur und Sport.

Die Eröffnung, die ursprünglich für Anfang Mai geplant war, verschiebt sich wegen der Pandemie vorerst um zwei bis drei Wochen. Wie die insgesamt etwa 9000 Quadratmeter bespielt werden, steht aber fest.

In der Halle können Konzerte mit bis zu 200 Zuschauern stattfinden. Hauptsächlich ist von Klassik die Rede, oder Auftritten von Indie-Bands. „Ein erster Vertrag ist bereits mit dem Circus Leopoldini geschlossen“, so Betreiber Michi Kern.

Auch ein Autohersteller hat im Zuge der IAA, falls diese stattfinden kann, Interesse. Partys gibt es keine. Der Schallschutz reiche dafür nicht und die Halle sei nicht entsprechend ausgebaut.

Im Außenbereich entsteht unter anderem eine Skate-Bahn. Ein Biergarten wird aufgebaut. Hier sollen drei- bis viermal im Jahr tagsüber kleinere Festivals stattfinden. Auch Flohmärkte sind geplant. Die Zwischennutzung ist vorerst für zwei Jahre angedacht.

Erstmeldung vom 13. März

München, Obersendling - Die Brache an der Helfenriederstraße ist grau, rau und im Gegensatz zu den vielbefahrenen umliegenden Straßen gespenstisch leer. Hier soll ab dem Frühjahr Leben einziehen. Auf 7500 Quadratmetern unter freiem Himmel und in einer 1750 Quadratmeter großen Halle können bis zu 5000 Besucher auf dem Areal des ehemaligen Katzenberger Betonwerks Kunst und Kultur erfahren.

Münchner „Lovelace“-Gründer entwickeln auch das Projekt in Obersendling

Drei Mogule der Münchner Kulturszene stecken hinter dem Projekt „Sugar Mountain“: Michi Kern, Lissie Kieser und Gregor Wöltje haben zusammen unter anderem das „Lovelace“, eine Kultur- und Hotelzwischennutzung im ehemaligen Gebäude der Bayerischen Staatsbank, betrieben. Jetzt zieht es die Drei auf das Areal nach Obersendling.

Erste Eindrücke von der Event-Halle der Zwischennutzung in Obersendling.

Auf dem Außengelände sollen Tischtennisplatten, Basketballkörbe, ein Skate-Park und künstlerische Flächen installiert werden. Hier ist auch Platz für Outdoor-Veranstaltungen, die die Betreiber während der anhaltenden Corona-Pandemie vermehrt erwarten. In der Haupthalle können beispielsweise Konzerte stattfinden.

Kulturelle Zwischennutzung in Obersendling für mindestens zwei Jahre angedacht

„Es ist ein Lichtblick auf bessere Zeiten und ich denke, so ein Kulturprojekt würde Obersendling sehr gut tun und bereichern“, kommentierte Andrea Barth (SPD), Vorsitzende des Kulturausschusses im zuständigen Bezirksausschuss.

Nach der Zwischennutzung, die für mindestens zwei Jahre angedacht ist, sollen auf dem Areal Wohnungen und Bürogebäude entstehen (Hallo berichtete).

soph

Auch interessant

Kommentare