Lernen mit Sternen 

Wegen Corona: Die Oberstufe eines Münchner Gymnasiums büffelt jetzt im Vier-Sterne-Hotel

Die Oberstufe des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums hat Corona-bedingt Unterricht im Vier-Sterne-Hotel Sheraton.
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Die Oberstufe des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums hat Corona-bedingt Unterricht im Vier-Sterne-Hotel Sheraton.

Um die Corona-Hygienemaßnahmen einzuhalten, wird die Oberstufe eines Bogenhauser Gymnasiums nun im Sheraton Hotel im Arabellapark unterrichtet.

Bogenhausen - Effner, Cuvilliés und Asam. Die Schulräume tragen Namen barocker Münchner Künstler und Architekten. Von der Decke hängen Kronleuchter.

Seit dieser Woche werden die Schüler der Oberstufe des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums im Kongresszentrum des Vier-Sterne-Hotels Sheraton München Arabellapark unterrichtet.

Nicht immer, aber regelmäßig. Dort können sie die Mindestabstände einhalten. Und das im Präsenzunterricht, in voller Stärke. 250 Jugendliche kommen so in den Genuss dreier besonders edler Klassenzimmer, die mit weichem Teppichboden ausgestattet sind.

„Die Schüler dürfen dort nur Wasser trinken, aber nichts essen“, sagt Schulleiter Uwe Barfknecht und fügt scherzhaft hinzu: „Und natürlich keinesfalls Kaugummi kauen.“ Außerdem gilt Maskenpflicht. „Wir empfehlen FFP2-Masken. Da gibt es auch eine große Akzeptanz der Jugendlichen.“

Für die Oberstufe fehlten der Schule große Zimmer

Zwar beherbergt auch das Gymnasium, fußläufig nur etwa fünf Minuten vom riesigen Hotelkomplex entfernt, einige ausreichend große Räume wie die Dreifachturnhalle. Um die Oberstufe unterzubringen, fehlten aber drei Zimmer.

„Den Kontakt zum Hotel habe ich schon im Spätsommer hergestellt“, erzählt Barfknecht. „Ich suchte Nachbarschaftshilfe.“ Mit Erfolg. Für die Nutzung der Säle zahlt die Schule nur einen symbolischen Unkostenbeitrag.

Weniger optimal läuft es mit den versprochenen Schnelltests für Schüler. Bislang sind sie nicht angekommen. Die Lehrertests hat das Gymnasium selbst organisiert – leider dürfen die Jugendlichen diese aus rechtlichen Gründen nicht nutzen.

Dennoch bleibt Barfknecht optimistisch: „Im Lockdown haben die Schüler und das Kollegium große digitale Kompetenzen entwickelt.“

hil

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