Steckbrief

Martina Bonertz ‒ ÖDP-Kandidatin für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis München Süd

Martina Bonertz tritt bei der Bundestagswahl als Kandidatin für die ÖDP im Wahlkreis München Süd an.
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Martina Bonertz tritt bei der Bundestagswahl als Kandidatin für die ÖDP im Wahlkreis München Süd an.

Martina Bonertz tritt im Wahlkreis 219 - München Süd - als Kandidatin bei der Bundestagswahl 2021 für die ÖDP an. 

  • Martina Bonertz
  • Alter: 48
  • Viertel (Wohnviertel nicht Stimmkreis): Thalkirchen
  • Beruf: Umweltwissenschaftlerin, Dipl.- Ing. Verlagsherstellung, Buchhändlerin
  • Familienstand: verheiratet, drei Kindern

Nation der Unzufriedenen: Was muss die Bundespolitik Ihrer Meinung nach aus der Pandemie lernen?

Die Bundespolitik muss erlernen, dass das Parlament von Anfang in Entscheidungen einbezogen gehört. Entscheidungen dürfen nicht hinter verschlossenen Türen in Ministerpräsidentenkonferenzen getroffen werden. Breitere Debatten führen zu besserer Meinungsbildung, nur so können Bürger wieder mitgenommen werden. Autoritäres Verordnen von Maßnahmen führt zu Protesten, die man teils verhindern kann. Wenn das Gefühl entsteht, dass der Bundestag in schwierigen Zeiten nicht dazu geeignet ist, das Land zu regieren, dann schwächt das unsere Demokratie. Das ist ein Fehler.

Generation Corona: Für Kinder und Jugendliche ist es jetzt wichtig, dass...

  • Die Schulen umgehend geöffnet und der Präsenzunterricht vollumfänglich stattfindet.
  • Therapieangebote vergrößert werden, da bereits jetzt mehr Therapieplätze als vorhanden benötigt werden.
  • Sport- und Freizeitstätten öffnen, damit Kinder sportlichen Ausgleich finden und ihre Sportkameraden treffen.
  • Organisierte Tagesausflüge und Ferienfreizeiten mit Hygieneauflagen stattfinden.
  • Ein Angebot von Sommerschulen geschaffen werden, damit Lerndefizite aufgeholt werden können.

Welche Entscheidungen der Bundespolitik würden für besseres Klima und zukunftsfähigeren Verkehr in München sorgen?

  • Beendigung des Braunkohleabbaus und Kohleausstieg deutlich vor 2030.
  • Vollständige Umstellung der Versorgung auf erneuerbare Quellen.
  • Beschleunigter Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen unter Beachtung des Anwohner-, Arten- und Naturschutzes.
  • Das Verkehrsministerium müsste eine Gesetzgrundlage für eine Anti-Stau-Gebühr schaffen, so dass in München innerhalb des Mittleren Rings der private Personennahverkehr reduziert wird.
  • Die Bundesregierung müsste eine größere Initiative zur Verbesserung der Radinfrastruktur und des Angebots für Fußgänger starten.

Welcher Impuls Ihrerseits fließt in die Bundespolitik ein, damit Wohnen in Ballungsräumen wie München bezahlbar bleibt?

Die ÖDP fordert seit Jahren das Wachstum in München zu begrenzen. Es dürfen keine weiteren Gewerbeflächen mehr ausgewiesen werden, nur so kann der Zuzug gestoppt werden, der die Mieten in der Stadt in die Höhe treibt.

Für München ist es ein Mehrwert, wenn ich in den Bundestag gewählt werde, weil ...

  • die Münchner für alle Belange dann einen direkten Ansprechpartner im Bundestag haben. Denn Politik muss wieder bürgernah werden.
  • mehr ÖDP im Bundestag weniger Korruption und weniger Lobbyismus in der Politik bedeutet, da wir schon immer konzernspendenfrei und daher unabhängig in unseren Entscheidungen sind.
  • ich bislang keine Spendenaffäre am Hals, weder viel Geld mit einer Maut in den Sand gesetzt, noch irgendwelche Maskendeals getätigt habe.

Was werden Sie an München vermissen, bzw worauf freuen Sie sich in Berlin?

Ich werde die Biergärten und die Berge vermissen. In Berlin freue ich mich auf politisches Gestalten und auf das Gärtner am Tempelhofer Feld und die Abende in unterschiedlichen Kiezen, wo jeder für sich eine eigene kleine Welt darstellt.

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