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Nach European Championships: Ruderer Oliver Zeidler aus München beim WM-Vorlauf im Soll

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Von: Benedikt Strobach

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Oliver Zeidler ist Welt- und Europameister im Rudern.
Oliver Zeidler ist Welt- und Europameister im Rudern. © Benedikt Strobach

Bei den European Championships in München erreichte Favorit Oliver Zeidler nur Platz vier. Bei der nun stattfindenden WM sind die Vorläufe gut.

Den deutschen Medaillenhoffnungen ist ein ermutigender Start in die Ruder-WM gelungen. Oliver Zeidler und Alexandra Föster dominierten am ersten Tag der Titelkämpfe auf der Regattastrecke im tschechischen Racice den Einer-Vorlauf.

München: Oliver Zeidler und DRV-Athleten nach enttäuschenden European Championships erfolgreich bei WM-Vorlauf im Rudern

Dadurch kommt Hoffnung auf für ein besseres Abschneiden der Flotte des Deutschen Ruderverbands (DRV) als bei der schwachen Heim-EM in München vor fünf Wochen. Dort konnten die Kanuten nur einmal Bronze in den 14 olympischen Klassen erkämpfen.

„Für den Auftakt war es nicht schlecht. Es hat sich gezeigt, dass sich das Training der vergangenen Wochen gelohnt hat“, kommentierte Zeidler. Der Münchner hatte im Vorfeld der European Championships, die für ihn gleichzeitig eine Heim-EM waren, große Ziele formuliert. Am Ende reichte es aber nur für einen ärgerlichen vierten EM-Rang auf seiner Hausstrecke in Oberschleißheim für den Weltmeister von 2019.

Für den Saisonhöhepunkt hat er sich nun viel vorgenommen. Die Ouvertüre verlief zumindest nach Plan. Bei kniffligen Bedingungen mit böigem Wind behielt der 26 Jahre alte Münchner die Nerven und verwies den starken Neuseeländer Jordan Parry mit einer guten Bootslänge Vorsprung auf Platz zwei. Der ungefährdete Sieg mit der schnellsten Zeit aller sechs Vorläufe ersparte Zeidler den kräftezehrenden Hoffnungslauf. Mit Blick auf das Viertelfinale am Mittwoch wollte er den lockeren WM-Start jedoch nicht überbewerten: „Da geht es wieder von vorn los.“

Nach European Championships in München: DRV um Ruderer Oliver Zeidler in WM-Vorläufen erfolgreich

Ähnlich souverän verlief auch der Start von Föster in die einwöchigen Titelkämpfe. Das 20 Jahre alte Talent aus Meschede, das seit dem Weltcup-Sieg auf dem Luzerner Rotsee und dem dritten Platz bei der EM in München zur Weltspitze zählt, kam vor Emma Lunatti (Frankreich) und Jeanine Gmelin (Schweiz) ins Ziel. In für sie typischer Manier profitierte die EM-Dritte von ihrem starken Finish und fuhr sich auf der zweiten Streckenhälfte einen komfortablen Vorsprung von fast drei Sekunden heraus. „Das Rennen war gut für den Kopf und gibt Sicherheit“, befand Föster-Trainer Sebastian Kleinsorgen.

Auch die anderen am Sonntag in den 14 olympischen Klassen gestarteten DRV-Boote blieben im Soll. Dem leichten Männer-Doppelzweier genügte ein zweiter und dem schweren Männer-Doppelzweier ein vierter Rang zum Einzug in das Viertelfinale.

Nach Aussage von Bundestrainerin Brigitte Bielig will die DRV-Flotte den schwachen EM-Auftritt von München in Racice „revidieren“. Neben den beiden Einern gilt jedoch nur noch der Achter als Anwärter auf einen Podestplatz. Für die Crew um Schlagmann Torben Johannesen (Hamburg), die sich in München mit einem vierten Rang begnügen musste, beginnt die WM am Dienstag. Nach coronabedingten Ausfällen des Frauen-Achters, Männer-Doppelvierers und des Frauen-Zweiers ohne Steuerfrau tritt das ohnehin dezimierte DRV-Aufgebot bei der WM in nur neun olympischen Bootsklassen an. „Das ist die wahrscheinlich kleinste Mannschaft der Historie“, sagte Sportdirektor Mario Woldt.

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