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Kunst-Installation am Olympia-Busbahnhof in München präsentiert - SWM sprechen über weitere Pläne für das Gelände

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Von: Benedikt Strobach

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Die Kunst-Installation am alten Olympia-Busbahnhof verteilt sich auf das gesamte Gelände.
Die Kunst-Installation am alten Olympia-Busbahnhof verteilt sich auf das gesamte Gelände. © Benedikt Strobach

Am Busbahnhof im Olympiapark in München kann man jetzt ein Kunstwerk bestaunen. Es wird zwar nur temporär bleiben. Die SWM diskutieren aber schon Zukunftspläne.

Olympiapark Keine Zäune, kein wucherndes Gebüsch und auch das Dach ist abgebaut – der Olympia-Busbahnhof präsentiert sich in den kommenden Wochen in einem gänzlich anderen Licht als in den vergangenen 15 Jahren. Teils verwundert laufen Menschen nun über das erstmals seit der Schließung 2007 wieder begehbare Gelände, auf dem bis Anfang September ein großes temporäres Kunstprojekt – „skulpturale Intervention“ genannt – begutachtet werden kann.

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Der Berliner Künstler Clemens Behr hat dieses zusammen mit dem „Museum of Urban and Contemporary Art“ (MUCA) und den SWM als Träger errichtet. Nun wurde das Kunstwerk offiziell präsentiert. „Während der Olympiapark in den vergangenen Jahren in Würde gealtert ist, hat der Busbahnhof eine massive ‚Midlife-Crisis’ erlebt“, sagte Bernhard Boeck, Leiter Immobilien bei den SWM. „Aus dieser wollen wir ihn nun mit diesem Kunstwerk rausholen.“ Für Philip Junk, der das Projekt von MUCA aus betreut, ist die Installation ein Gewinn:

Bernhard Boeck, Clemens Behr und Stephanie Utz freuen sich über das fertige Projekt.
Bernhard Boeck, Clemens Behr und Stephanie Utz (v. li.) freuen sich über das fertige Projekt. © Benedikt Strobach

Nutzung des alten Busbahnhofs: Alte Materialien in Kunstwerk verarbeitet

„Sie verdeutlicht den Umbruch des Bahnhofs zwischen Ab- und Wiederaufbau des Daches.“ Verschiedene ehemalige Materialien des Bauwerks – Teile des Dachs, Schilder – seien darin verarbeitet worden. Große Paneele der Dachkonstruktion stellen zusammen mit den gräulichen Stützen eine fragmentierte Version dieser dar. „Es fügt sich gut in die Umgebung und wirkt je nach Blickwinkel und Hintergrund anders“, sagt Junk.

Auch Philip Junk freut sich.
Auch Philip Junk freut sich. © Benedikt Strobach

Die Installation ist rund um die Uhr zugänglich. Ein weiteres Highlight biete sich in den Abendstunden, verrät MUCA-Gründerin Stephanie Utz: „Nachts wird das Kunstwerk durch Neonröhren illuminiert und bietet einen besonderen Anblick.“ Die Beleuchtung erfolge zeitgesteuert von jeweils 21 bis 6 Uhr. Insgesamt 34 Lichtröhren seien verarbeitet, verrät Künstler Clemens Behr.

Nachts illuminieren 34 Neonröhren das Kunstwerk am Olympia-Busbahnhof in München.
Nachts illuminieren 34 Neonröhren das Kunstwerk am Olympia-Busbahnhof in München. © Benedikt Strobach

Für ihn und MUCA war die Fertigstellung ein Rennen gegen die Zeit: Eine Corona-Infektion zu Beginn der Aufbau-Arbeiten verhinderte Behrs Beisein. „Wir haben damals per Videoanruf auf dem Gelände besprochen, was wohin gehört“, erinnert sich Junk. Sechs Leute von MUCA sowie Auszubildende der SWM und Mitarbeiter der Verwaltung haben einen Monat am Projekt gearbeitet. „Das große Miteinander aller Parteien ist auch etwas Besonderes“, betont MUCA-Gründerin Utz.

Nutzung des alten Olympia-Busbahnhofs in München: SWM diskutieren Zukunftspläne

Bis Anfang September werde die Kunst-Installation bleiben, erklärt sie. „In dieser Zeit wird es auch Führungen über das Gelände geben.“ Die erste sei für Mittwoch, 6. Juli, geplant. Weitere Termine sind am 13. und 20. Juli. Anmelden könne man sich unter info@muca.eu. „Danach geht die Sanierung des Bahnhofs-Dachs weiter“, erklärt Boeck von den SWM. Über die zukünftige Nutzung des Geländes werde derzeit intensiv diskutiert. „Unter anderem gibt es Überlegungen wie eine Boulderwand oder einen Skatepark“, sagt Boeck. Fest stehe aber: „Einen Busbahnhof wird es hier nicht mehr geben.“ Das Dach werde lediglich optisch wiederhergestellt.

Das Kunstwerk selbst diene auch als attraktiver Eingang in den Olympiapark. „Es soll die Menschen einladen, in das Ensemble einzutreten und den Park zu erleben“, sagt Boeck. Bereits beim Eröffnungstermin war zu beobachten, dass viele Besucher interessiert durch das Kunstwerk schritten. Dabei – so sehen es alle Beteiligten – soll es auch bleiben.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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