Tierischer Polizei-Einsatz

Giftiges Tier oder harmloser Fund? Unbekannter „Einwanderer“ löst Panik am Münchner Ostbahnhof aus

Die Polizei am Ostbahnhof-
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Giftig oder nicht? Ein Hundertfüßer löste Panik am Ostbahnhof aus. (Symbolbild)

Ein Mann fand in seinem Rucksack ein lebendiges Mitbringsel aus dem Griechenland-Urlaub. In Panik drückte er das Tier einem Münchner in die Hand und flüchtete.

Immer wieder muss sich die Bundespolizei in München bei Einsätzen um Tiere kümmern, oft sind die Geschichten dabei kurios. Die Geschichten um bahnfahrende Hunde, in der S-Bahn zurückgelassene Hamster, Mäuse in Bäckereischaufenstern und Kühe auf den Gleisen wurde jetzt erweitert - um den Fall eines Hundertfüßer (Chilopoda) der Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda).

Der Hundertfüßer war wohl ein unbeabsichtigtes Mitbringsel aus einem Griechenland-Urlaub. Ein Unbekannter entdeckte das Tier am Dienstag am Münchner Ostbahnhof in seinem Rucksack.

Da der Mann nicht wusste ob sein Fund giftig sei, geriet er in Panik. Daraufhin drückte er den, in ein Handtuch gewickelten, Hundertfüßer einem verdutzten 23-Jährige aus Berg am Laim in die Hand und flüchtete.

Giftiges Tier aus Griechenland? Hundertfüßer löst Panik am Münchner Ostbahnhof aus

Der Münchner wusste sich nicht anders zu helfen, als die Bundespolizei im Revier München-Ost zu kontaktieren. Eine Streife sicherte daraufhin den ausweislose „Einwanderer“ .

Da die Münchner Berufsfeuerwehr zu diesem Zeitpunkt keinen Reptilienbeauftragten im Dienst hatte, wurde der Hundertfüßer dem Tierheim in Riem übergeben. Ob es für den braunen, ca. 7 cm langen Hundertfüßer schon Interessenten gibt ist nicht bekannt.

Laut Auskunft der Tierärztlichen Fakultät der LMU München (Reptilien) handelte es sich bei dem aus Griechenland eingeführten Hundertfüßer um einen „Scolopendra“. Dieser ist giftig und wird für Kinder von sehr gefährlich bis tödlich, bei Erwachsenen immer noch als gefährlich eingestuft.

Der besagte Hunderfüßer.

Die Bundespolizei dankt dem 23-Jährigen aus Berg am Laim dafür, dass er die Bundespolizei sofort verständigte und somit von den Beamten die notwendigen Schritte eingeleitet werden konnten, ohne dass eine Gefährdung für andere vorlag.

Bundespolizei München/jh

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