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Gesonderte Abstellflächen für E-Scooter in München werden ausgebaut ‒ Nichtbeachten kann teuer werden

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Von: Jonas Hönle

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E-Scooter in München
Die Beteiligten ziehen ein positives Fazit zu den in München eingeführten Park-Flächen für E-Scooter. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa

Positives Fazit zum Pilotprojekt: Die von der Stadt München eingeführten extra Park-Flächen für E-Scooter werden im Altstadtring ausgeweitet.

Update, 3. August

Um der Situation von wahllos in der Altstadt abgestellten E-Scootern entgegenzuwirken, können die Roller ab Freitag, 5. August, innerhalb des Altstadtrings nur noch auf entsprechend markierten Flächen zurückgegeben werden.

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Gesonderte Abstellflächen für E-Scooter in der Altstadt: Projekt wird ausgeweitet

Werden die E-Scooter außerhalb einer solchen markierten Flächen abgestellt, bedeutet das automatisch ein Fortlaufen der Mietzeit und kann somit zu einer teuren Angelegenheit für die Nutzer werden. Neben den bereits bestehenden Fahrverbotszonen wird damit die gesamte Altstadt flächendeckend eine Parkverbotszone.

Die Regelung soll laut Oberbürgermeister Reiter auch „verhindern, dass E-Tretroller dort abgestellt werden, wo sie Fußgängerinnen und Fußgänger, insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, behindern oder gar gefährden könnten.“

Nachdem im Mai 24 Abstellflächen in der Altstadt geschaffen wurden, kommen nun weitere hinzu, sodass das Abstellnetz innerhalb des Altstadtrings künftig aus 43 Abstellflächen besteht. Die Nutzung der Flächen für E-Scooter ist ein Pilotprojekt, bei Erfolg werden sie dauerhaft eingerichtet. Das erste Fazit zu den bereits eingerichteten Abstellflächen fällt nach Meinung der Beteiligten positiv aus.

Wegen der Straßenrennen, die im Rahmen der European Championships stattfinden, werden die zusätzlichen Abstellflächen am Odeonsplatz erst nach Abbau der Tribüne Anfang September eingerichtet. Darüber hinaus kann es immer wieder vorkommen, dass einzelne Abstellflächen aufgrund von Veranstaltungen kurzzeitig nicht zur Verfügung stehen.

Erstmeldung, 8. April

In München dürfen E-Scooter ab Mitte 2022 innerhalb des Altstadtrings nur noch auf ca. 40 extra dafür vorgesehene Flächen abgestellt werden. Die Stadt hat die Änderung mit den Anbietern vereinbart, bereits Ende des Monats sollen die ersten 15 Park-Flächen ausgewiesen werden.

Innerhalb des Altstadtrings - Neue Park-Flächen und verschärfte Regeln für E-Scooter in München

Die verschärfte Park-Regeln sollen verhindern, dass willkürlich abgestellte E-Scooter Fußgänger, vor allem Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, behindern.

Immer wieder erreichen mich zahlreiche Beschwerden von Bürger*innen über abgestellte E-Scooter, die Fußgänger*innen und insbesondere Menschen mit Sehbehinderung oder Mobilitätseinschränkung gefährden. Diese Situation musste dringend verbessert werden. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter

Die neuen Park-Flächen werden zum Beispiel am Stachus, am Rindermarkt, am Sendlinger Tor und in der Maximilianstraße entstehen.

Wenn die E-Scooter innerhalb des Altstadtrings nicht auf den vorgesehenen Park-Flächen abgestellt werden, wird es teuer - die Gebühren laufen nämlich weiter. Die Anbieter haben sich außerdem freiwillig dazu verpflichtet, die Nutzung der neuen „Parkplätze“ zudem attraktiver zu machen, etwa durch finanzielle Anreize.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) dankt den Anbieter für die Kooperation, erwartet aber auch, dass dieses auf die Nutzung der neuen Park-Flächen für E-Scooter hinwirken.

In die bereits bestehenden freiwilligen Selbstverpflichtungserklärung zwischen München und den E-Scooter-Anbietern wurden auch weitere Regeln aufgenommen:

Park-Flächen für E-Scooter in München - Innenstadt-Unternehmen begrüßen die verschärften Regeln

CityPartner, die Vereinigung der Unternehmen der Münchner Innenstadt, begrüßt die neuen Park-Flächen und verschärften Regeln für E-Scooter innerhalb des Altstadtrings.

„Das z.T. rücksichtslose Abstellen führte immer wieder nicht nur zur Behinderung oder sogar Gefährdung von Fußgänger*innen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, sondern blockierte oft auch Eingänge, Hotelzufahrten etc..“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Fischer.

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