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Bezirksausschuss will neue Mobilitätsangebote am Aufseßer Platz schaffen 

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Die zahlreichen parkenden Autos auf dem Aufseßer Platz sind Roland Jung ein Dorn im Auge.
Die zahlreichen parkenden Autos auf dem Aufseßer Platz sind Roland Jung ein Dorn im Auge. © Andreas Schwarzbauer

Der Aufseßer Platz soll wieder anschaulich werden, das will der Politiker Roland Jung. Dafür sollen die Parkplätze weichen und ein Mobilpunkt eröffnet werden...

NEUAUBING Ein Gewerbeparkplatz ohne Aufenthaltsqualität sei der Aufseßer Platz in Neuaubing derzeit, meint Roland Jung (Freie Wähler/ÖDP). Das will der stellvertretende BA-Chef ändern, denn eigentlich biete das Areal eine Menge Potenzial. Eine Pappelallee führt auf den eigentlichen Platz im Norden, der von einem historischen Tor und einem Biergarten begrenzt wird.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Darauf parken allerdings in vier Reihen Autos, Kleintransporter und Anhänger. „Es ist für die Gewerbetreibenden der Bodenseestraße eine kostenlose Abstellfläche“, kritisiert Jung. Fahrradabstellplätze und Behindertenparkplätze fehlen dagegen komplett.

Der Aufseßer Platz ist voll mit Autos - das soll sich in Zukunft ändern.
Der Aufseßer Platz ist voll mit Autos - das soll sich in Zukunft ändern. © Andreas Schwarzbauer

Parkende Autos auf Aufseßer Platz: Mobilstation statt Parkplatz-Flair

Jung würde deshalb gerne einige Parkplätze streichen und stattdessen einen sogenannten Mobilpunkt mit Leihradstation, E-Scootern und Fahrradanlehnbügeln sowie ein Car-Sharing-Angebot mit Elektro-Ladesäule schaffen. Auch ein Teil der acht Wertstoff-Container, die am Aufseßer Platz stehen, könnte dafür weichen, denn in der Umgebung gebe es genügend weitere Entsorgungsmöglichkeiten, meint Jung.

Außerdem müssten Behindertenparkplätze ausgewiesen werden. „Das kostet alles nicht viel und würde von den Anwohnern und Biergartenbesuchern sicherlich gut angenommen werden“, ist er sich sicher.

Der Stadtrat habe erst im Januar beschlossen, bis 2026 mindestens 100 bis 200 Mobilpunkte im Stadtgebiet zu planen und bis zu 600 Stellplätze für Carsharing zu definieren. „Ich will die Stadt beim Wort nehmen“, sagt Jung.

Parkende Autos auf Aufseßer Platz: Neuaubing als Pilot-Stadtbezirk für Mobilpunkte

Er fordert daher Aubing-Lochhausen-Langwied als Pilot-Stadtrandbezirk bei der weiteren Planung vorrangig zu berücksichtigten. Der Bezirksausschuss hat diesen Vorschlag in seiner jüngsten Sitzung mit einem fraktionsübergreifenden Antrag einstimmig unterstützt.

In einem zweiten Schritt kann sich Jung dann vorstellen, den Platz weiter aufzuwerten und beispielsweise die Fläche im Norden zu begrünen. Auf der benachbarten Wiese könnte die Stadt zudem Spielgeräte für Kinder aufstellen. Bereits 2018 hatte der BA eine Aufwertung des Aufseßer und Gößweinsteinplatzes durch eine attraktivere Begrünung, mehr Spielgeräte und Sitzgelegenheiten gefordert.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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