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In Zukunft keine Autos mehr? ‒ SPD fordert Überarbeitung der Pläne zum Bereich nördlich des Pasinger Bahnhofs

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Über eine Fahrradtiefgarage auf dem Weyl-Gelände, einen vernünftigen Radweg an der Gottfried-Keller-Straße sowie die Sperrung der südlichen August-Exter-Straße für Autos diskutierte die SPD.
Über eine Fahrradtiefgarage auf dem Weyl-Gelände, einen vernünftigen Radweg an der Gottfried-Keller-Straße sowie die Sperrung der südlichen August-Exter-Straße für Autos diskutierte die SPD. © Andreas Schwarzbauer

Die Pläne der Stadt für den Bereich nördlich des Bahnhofs Pasing stehen in der Kritik - SPD diskutiert über neuen Radweg, Fahrradkeller und Durchfahrtssperre.

Pasing - Nach mehr als zehn Jahren gibt es einen Vorschlag, wie der Bereich nördlich des Pasinger Bahnhofs umgestaltet werden könnte. Doch die Pasinger SPD ist von den Ideen der Machbarkeitsstudie von Inovaplan, die 2021 vorgestellt wurde, nicht überzeugt.

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SPD kritisiert Machbarkeitsstudie: Pläne für nördlichen Basinger Bahnhof sollen überarbeitet werden

„Es ist nichts zu einem Lastwagenverbot oder einem Parkraummanagement gesagt worden“, kritisierte Richard Roth vom Arbeitskreis Kommunalpolitik der SPD bei einer Dialogveranstaltung der Partei. Zudem fehle ein Verkehrskonzept für den gesamten nördlichen Bereich zwischen Bahnhof und Verdistraße, einschließlich des Neubaugebiets an der Paul-Gerhardt-Allee. „Es ist zu viel Stückwerk“, pflichtete ihm Uwe Bohnert bei.

Roth fordert, dass der Wensauerplatz mit dem Bismarkbrunnen verknüpft werden müsse. Die August-Exter-Straße müsse dafür dort ein Shared-Space-Raum werden, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Eine Alternative wäre ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit Tempo 20 rund um den Bahnhof. Dann seien auch keine baulichen Radwege – wie in der Machbarkeitsstudie vorgeschlagen – auf dem südlichen Teil der August-Exter-Straße nötig.

Durchfahrtssperre ab Wensauerplatz: Uneinigkeit bei Lokalpolitikern und Anwohnern

Nicht ganz einig waren sich die Teilnehmer der Diskussion, ob die Durchfahrt für den Individualverkehr ab dem Wensauerplatz gesperrt werden sollte und nur noch Anlieger, Busse und Taxis bis zum Bahnhof fahren dürften. Anwohnerin Alexandra Mailänder plädierte dafür: „Auf der August-Exter-Straße ist es sehr chaotisch geworden und das wird durch die Paul-Gerhardt-Allee noch zunehmen.“

Hermann Wolter stimmte ihr zu: „Man sollte dort die Aufenthaltsqualität erhöhen. Wenn jemand zum Bahnhof gefahren wird, ist es ihm zuzumuten, am Wensauerplatz abgesetzt zu werden.“ Das sah SPD-Stadtrat Christian Müller anders: „Ein Teil der Leute ist nicht so gut zu Fuß, ein anderer Teil hat Gepäck dabei. Wir müssen nachdenken, wie wir Bringen und Holen ermöglichen können.“ Die SPD-Vorsitzende Christa Weigl-Schneider sah das ähnlich. Sie verwies darauf, dass dann auch die Apotheke und das Ärztehaus dort nicht mehr anfahrbar wären.

Einigkeit im BA: Radweg entlang der Gottfried-Keller-Straße

Einigkeit herrschte darüber, dass entlang der Gottfried-Keller-Straße ein vernünftiger Radweg entstehen müsse. Dieser würde eine Lücke zwischen dem ehemaligen Weyl-Gelände und der Pasinger Fabrik schließen. Außerdem forderte Roth einen Fahrradkeller mit 600 bis 700 Plätzen, der über eine Schieberampe von der Gottfried-Keller-Straße aus erreichbar wäre. Müller hofft immer noch auf eine Fahrradtiefgarage unter dem geplanten Neubau auf dem Weyl-Gelände.

Die SPD will nun bei einer Diskussion vor Ort Verbesserungsvorschläge sammeln und an die Stadt weitergeben.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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