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Chaos statt Sicherheit am Schulweg: Hat die Stadt bei der Baustellen-Planung in Pasing die Kinder vergessen?

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Janna Heimberg ärgert sich, dass die Kinder nicht mehr über den Hellihofweg zur Oselschule gehen können.
Janna Heimberg ärgert sich, dass die Kinder nicht mehr über den Hellihofweg zur Oselschule gehen können. © Andreas Schwarzbauer

Eine Pasinger Mutter sorgt sich wegen Baustellen im Norden Pasings um die Sicherheit von Kindern auf ihrem Schulweg – Die Lage verschärft sich immer weiter...

Update vom 30. Juni: So sieht das Mobilitätsreferat die Situation im Norden Pasings

Das Mobilitätsreferat sieht trotz der Sperrung des Hellihofwegs keinen Bedarf für eine zusätzliche Ampel für die Schulkinder am Wensauerplatz. Die Schüler müssten nun auf den Gehwegen entlang der August-Exter-Straße und dem Wensauer Platz gehen. „Dazu stehen ihnen zwei signalisierte Fußgängerüberwege zur Verfügung“, teilt Sprecherin Christina Warta mit.

Eine zusätzliche Schulwegbeschilderung sei nicht vorgesehen, da letztlich jeder Gehweg innerhalb eines Sprengels auch ein Schulweg sei. „Nach Ansicht des Mobilitätsreferats sind die zur Oselschule führenden Gehwege als sichere Schulwege anzusehen – anders als der Hellihofweg als gegenläufiger Geh- und Radweg mit einer Breite von circa 2,8 Metern und hohem Geh- und Radverkehrsaufkommen.“

Das Mobilitätsreferat versichert aber, dass hinsichtlich der zukünftigen öffentlichen und privaten Baustellen die Sicherheit der Fußgänger in Radler im Vordergrund stehe.

Pasing - Die Stadt hat bei der Planung der Baustellen im Pasinger Norden die Schulkinder vergessen – so lautet der Vorwurf von Janna Heimberg. Die Pasingerin wohnt an der Offenbachstraße und ihr Sohn besucht die Oselschule. Ende April sei „ohne jegliche Vorwarnung“ sein Schulweg entlang des Hellihofwegs gesperrt worden, kritisiert die Mutter. Grund sind Vorbereitungsarbeiten für die U5-Verlängerung bis Ende des Jahres.

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Chaos statt Sicherheit für Kinder am Schulweg: Pasinger Mutter sorgt sich um Schüler

Die Kinder müssen daher derzeit über die August-Exter-Straße zur Schule gehen. Dort sei die Verkehrssituation wegen der Buslinien, der S-Bahn-Fahrgäste sowie der abgestellten Fahrräder unübersichtlich und angespannt. „Der Gehweg ist überfüllt.“ Bei anderen Routen müssten die Schüler allerdings ungesicherte Kreuzungen überqueren.

Verschärft habe sich die Lage dadurch, dass auf dem weiteren Schulweg der Bürgersteig auf der Südseite des Wensauerplatzes zwischenzeitlich wegen Arbeiten an der Pasinger Fabrik gesperrt war. Die Kinder mussten daher die Straße ohne Ampel überqueren. „Dort herrscht aber viel Verkehr und auch zahlreiche Lastwagen sind unterwegs“, kritisiert Heimberg. Zwar ist der Gehweg inzwischen wieder frei, aber die Mutter fürchtet, dass sich das bald wieder ändern könnte. Denn demnächst stehe der Abriss der sogenannten Hausmeister-Villa der Pasinger Fabrik an.

Von der Situation sei aber nicht nur ihr Sohn betroffen. Viele Kinder östlich der Offenbachstraße besuchen die Oselschule. Heimberg fordert deshalb während der Bauarbeiten eine mobile Ampel über den Wensauerplatz an der Einmündung in die August-Exter-Straße. Alternativ könnten auch die Parkplätze im Süden des Wensauerplatzes wegfallen, um dort einen provisorischen Fuß- und Radweg zu installieren.

„Die Sicherung des Schulwegs muss oberste Priorität haben“, meint Heimberg. Sie bittet die Stadt zudem, die beiden geplanten privaten Bauvorhaben an der August-Exter-Straße 3 und der Gottfried-Keller-Straße nicht aus den Augen zu verlieren. Auch der Bezirksausschuss hatte bereits ein Logistik-Konzept für die Baustellen gefordert.

Zumindest für die Hausmeister-Villa gibt es vorerst Entwarnung. Das zuständige Kommunalreferat teilt mit, dass es derzeit keine Abriss-Pläne gebe. Wegen der Generalsanierung der Pasinger Fabrik werde zunächst geprüft, ob die Fläche als Interimsstandort nötig sei. Vom Bau- und Mobilitätsreferat gingen bis Redaktionsschluss keine Stellungnahmen ein.

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