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Pasinger Pfarrer verabschiedet sich in den Ruhestand - Rückblick auf 16 Jahre in der Himmelfahrtskirche

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Pfarrer Hans-Martin Köbler verlässt die Himmelfahrtskirche - mit Hallo erinnert er sich an 16 Jahre Amtszeit in Pasing zurück.
Pfarrer Hans-Martin Köbler verlässt die Himmelfahrtskirche - mit Hallo erinnert er sich an 16 Jahre Amtszeit in Pasing zurück. © Köbler

Pfarrer Hans-Martin Köbler verlässt nach mehr als 16 Jahren die Pasinger Himmelfahrtskirche – warum und woran er sich gerne zurückerinnert.

Pasing - Mehr Zeit gemeinsam mit seiner Frau verbringen – das hat sich der evangelische Pfarrer Hans-Martin Köbler für seinen Ruhestand vorgenommen. Der 63-Jährige verlässt nach mehr als 16 Jahren die Pasinger Himmelfahrtskirche. Am 1. Februar beginnt für ihn die Freistellungsphase seiner Alters­teilzeit.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Himmelfahrtskirche Pasing: Abschied von Pfarrer nach 16 Jahren

Seit 2005 war Köbler in Pasing tätig. „Es war die längste Zeit, die ich an einem Ort gewohnt habe. Normalerweise wechseln Pfarrer alle zehn Jahre ihre Gemeinde.“ An der Himmelfahrtskirche schätzt er den hohen Stellenwert der Kirchenmusik. „Die Kantatengottesdienste mit der hochkarätigen Musik haben sehr viel Spaß gemacht.“ Gerne erinnert er sich auch an die Feier anlässlich des Reformationsjubiläums 2017. Unter dem Motto „Rock in Church“ zeigte er Musikvideos von Phil Collins und Deep Purple auf einer Leinwand im Gotteshaus.

Stolz ist Köbler auf die „Märchenhaften Gottesdienste“, die er aus Neuhausen nach Pasing mitbrachte. Dabei liest der Pfarrer ein Märchen vor und unterbricht immer wieder, um theologische und psychologische Interpretationen vorzustellen oder damit die Märchen musikalisch untermalt werden. „Die Idee ist eigentlich aus einer Verlegenheit entstanden. Zum Neujahrsgottesdienst kommt normalerweise kaum jemand. Deshalb wollte ich 2000 etwas Ungewöhnliches machen. Seitdem ist die Bude am 1. Januar voll.“

Himmelfahrtskirche Pasing: Pfarrer Köbler schaut auf Amtszeit zurück

Mit 6500 Mitgliedern sei die Himmelfahrtskirche eine sehr große Gemeinde mit vielen Ehren- und Hauptamtlichen. „Alles zusammenzuhalten und eine sinnvolle Balance zwischen Leiten und Moderieren zu finden, war eine besondere Herausforderung“, sagt er. In Köblers Amtszeit fiel auch die Neuaufstellung der Pfarrgemeinde und damit verbunden die Schließung einiger Gemeindezentren: „Das war ein langwieriger Prozess, der aus meiner Sicht auch schneller hätte gehen können.“

Zum Abschluss hatte Köbler noch mit Corona zu tun. „Ich hätte mich lieber mehr über andere Sachen unterhalten als über Hygienekonzepte.“ Er sieht aber auch die positiven Seiten. „Ich musste beispielsweise meinen letzten Konfirmandenjahrgang ganz anders gestalten, um alles digital rüberzubringen. Das war reizvoll und ich habe unendlich viel gelernt.“

Abschied von Pfarrer in Pasinger Himmelfahrtskirche: Nachfolger kommt im Sommer

Im Ruhestand wird Köbler die „vielfältigen Begegnungen“ vermissen. „Das war für mich immer spannend und bereichernd.“ Er wird vom Pfarrhaus an der Marschnerstraße nach Tutzing ziehen. An der Himmelfahrtskirche wird er zunächst eine Lücke hinterlassen, denn ein Nachfolger wird frühestens am 1. August kommen. Aber das Team um seinen Kollegen Heiner Glückschalt könne dies auffangen, meint Köbler.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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