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Nachhaltige Schüler-Idee ‒ Pasinger Abiturienten gründen Firma und recyceln alte Schulbücher

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Von: Andreas Schwarzbauer

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13 Schüler um Unternehmenschef Josef Pfundmair (4. v.l.) haben im Rahmen eines P-Seminars ein Unternehmen gegründet.
13 Schüler um Unternehmenschef Josef Pfundmair (4. v.l.) haben im Rahmen eines P-Seminars ein Unternehmen gegründet. © MPG

Pasinger Schüler eine Recycling-Firma gegründet. Aus alten Schulbüchern stellen sie Untersetzer und Stifteboxen her – warum das Ende schon kurz bevorsteht.

Pasing - Landkarten werden zu Untersetzern oder Serviettenringen und Schulbücher zu Stifteboxen. 13 Schüler des Max-Planck-Gymnasiums haben ein Unternehmen gegründet, das gebrauchte und veraltete Produkte wiederverwertet.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Recycling-Idee: Pasinger Schüler recyceln alte Schulbücher

„Durch die Umstellung von G8 auf G9 ist viel Lehrmaterial unbrauchbar geworden und wäre eigentlich weggeschmissen worden“, erklärt Unternehmenschef Josef Pfundmair, wie die Idee für ihre Firma „Upcycling School Essentials“ – kurz „Use“ – entstanden ist.

Im Rahmen des P-Seminars „Unternehmensgründung“ haben die Schüler „Use“ ins Leben gerufen. „Mich hat interessiert, wie es funktioniert, ein Unternehmen aufzubauen und ob wir es auch schaffen würden“, erklärt Marketingchef Mehmet Yildiz.

Unterstützt wurden die Schüler dabei von Lehrerin Renate Egger und dem Junior-Programm des Instituts der Deutschen Wirtschaft, das seit zehn Jahren Schüler der Oberstufe an die Unternehmensgestaltung heranführt. „Wir sind wie eine Aktiengesellschaft aufgestellt“, sagt Pfundmair. Zur Finanzierung haben die Schüler 50 Anteilsscheine im Wert von zehn Euro an Unterstützer verkauft.

Recycling-Idee: Schüler gründen Unternehmen und stellen Produkte selbst her

Die Produkte stellten sie selbst her. „Die größte Aufgabe war es, sie so hinzubekommen, dass wir damit zufrieden waren“, sagt Pfundmair. Von Dezember bis Mai tüftelten sie daran. Fast zeitgleich mit der Rückkehr zum Präsenzunterricht war der Prototyp fertig und konnte in Produktion und in den Verkauf zu gehen. „Unsere Zielgruppe waren Schüler, Eltern und Lehrer. Wir haben unter anderem Plakate an den Haupteingängen aufgehängt und einen Elternbrief geschrieben“, berichtet Marketingchef Yildiz. Die Personalabteilung rund um Raphael Knopp organisierte den Verkauf in den Pausen.

Aus alten Schulbüchern haben die Schüler Untersetzer und Stifteboxen gemacht.
Aus alten Schulbüchern haben die Schüler Untersetzer, Serviettenringe und Stifteboxen gemacht. © MPG

„Upcycling School Essentials“: Schüler-Firma bald schon am Ende

Am 20. Januar findet die Hauptjahresversammlung von „Use“ statt. Dann wird die Firma abgewickelt, denn für die Zwölftklässler stehen im Frühjahr zahlreiche Klausuren und schließlich die Abiturprüfung an. Die Erfahrungen aus dem P-Seminar wollen sie nicht missen. „Es war sehr realistisch. Wir mussten sogar Steuern zahlen“, sagt Pfundmair.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Maximilian Pfeil ist sich sicher, dass die Erfahrungen später helfen werden. „Wir wissen jetzt, worauf es ankommt und welche Schwierigkeiten es geben kann“, sagt er.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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